Indonesien-2

Selayar & Komodo - Indonesien, April. 2012

Panorama Indonesien 2012
April 2012 waren wir zum Tauchen in Indonesien - Selayar & Komodo mit Stopp in Singapur. Bilder gibt's im Fotoalbum Indonesien.

Planung & Anreise
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Changgi Airport

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Hotel Lokha Legian

Planung: Schon letztes Jahr wurde diese "big fish tour" von Tom & Angie - scuba-native München - organisiert und angeboten. Da damals nur einzelne Plätze frei waren, und auch nur ein paar von uns Zeit hatten, reservieren wir für heuer gleich die komplette Tour mit 6 Plätzen - das Motto müssen wir im Verlauf ändern in "fast and furious". Schnell finden wir in unserem Verein TSC Poseidon München e.V. passende Mitreisende - wenn auch mit einigen individuellen Modifikationen. Uwe II ist schon von letztem Jahr gesetzt, Petra will nur die tiefen TG auf Selayar, Horst und Rosa kombinieren mit Bali, Matthias hat schon lange von Komodo geträumt und Monika und ich sind froh, dass es jetzt endlich mit Selayar klappt.

Sicherheitslage: Die Stationen unserer Route sind bezüglich politischer und krimineller Risiken wie Raub oder Piraterie zur Zeit völlig unbedenklich. Besondere Gefahren für Gesundheit wie Seuchen oder Malaria gibt's - gerade bei diesen Orten und Unterkünften - auch nicht. Gefährlich ist nur der abenteuerliche Transfer auf Sulawesi mit den Kleinbussen. Obwohl die Fahrer mit 80-90 km/h oft schneller fahren als es Straßen, Verkehr und die Nerven der Gäste zulassen, dauert es 6-7 Stunden von Makassar zum kleinen Hafen Bira / Süd-Sulawesi. Noch mehr Sorgen als um die eigene Unversehrtheit (kein Sicherheitsgurt, waghalsige Überholmanöver etc.) muss man sich um die vielen, ständig herumwuselnden Mopedfahrer machen.

Kosten: Oberkante ...

Dauer für An- und Weiterreise:

  • München - Singapur - Denpasar/Bali: knapp 16 Stunden, von Mittag bis Mittag abzüglich 6 Stunden Zeitverschiebung
  • Denpassar - Makassar/Sulawesi - Bira - Selayar: Den ganzen nächsten Tag
  • Selayar - Komodo: gemütlich per Tauchschiff von Mittag bis nächsten Morgen zum Sonnenaufgang
  • Zurück: Labuan Bajo - Denpasar - Singapur - München: 10:00h bis nächsten Tag 7:00h (+6 Stunden) - also etwa 27 Stunden

Unterkunft & Verpflegung
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Selayar Dive Resort

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Bungalow

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Restaurant

Selayar Dive Resort: Von Jochen aufgebaut und im Jahr 2000 eröffnet.

Die Insel Selayar ist 100km lang. Die 100.000 Einwohner leben vorwiegend an der Westküste. Auf der Ostseite, wo das Ressort liegt, reichen bewaldete Berge bis direkt an die Küste. Dieser Teil ist unbewohnt. Einziges Transportmittel ist das basiseigene Speedboot mit 2x200 PS Yamaha V6. Die Überfahrt von Bira dauert gut 2 Stunden, obwohl der Skipper ganz schön brettert (60 km/h).

Wunderbar schattig zwischen Bäumen liegen die 9 geräumige Bungalows. Alle aufgereiht mit ausreichend Abstand auf eine Länge von fast einem Kilometer, direkt am Strand. Die Bauweise aus Holz, leicht erhöht auf Stelzen, gedeckt mit getrockneten Palmblättern für das Dschungelklima perfekt passend. Die meisten Bungalows haben keine AirCon, sondern einen geräuschlosen Ventilator mit großen Flügeln über dem Bett. Es gibt ein paar Moskitos, deren Stiche aber kaum schmerzen. Zum Schutz sind Mückengitter vor den Fenstern, ein Netz über dem Bett (während unseres Aufenthalts nie wirklich nötig) und ein paar Geckos an der Decke.

Große, überdachte, schattige Veranda mit Blick auf das 25m entfernte, durch Sandstrand getrennte Meer. Durch eine große Glasfront sieht man auch aus dem Bett auf das Meer.  Wenn gegen Ende der Saison im April der Wind auf Ost dreht,  wird die Idylle etwas getrübt durch den vielen angeschwemmten Müll, den das emsige Personal sisyphos-artig zu sammeln versucht. Nach 2 Tagen war das meiste beseitigt und die Strände wieder sauber und idyllisch wie zuvor.

Stromversorgung erfolgt durch einen Generator, der wie auch der Kompressor völlig abseits am Rande der Anlage im Bereich der Angestelltenunterkünfte liegt.

In der Mitte liegt das Restaurant und die Tauchbasis mit dem 100m langen Steg über das Riffdach. Das Essen ist gut, manchmal sehr gut, manchmal bemüht (Gulasch mit Spätzle bekomm ich daheim besser). Ein bis zweimal die Woche gibt's Büffet. Das ist sehr vielfältig und gut. Das Frühstück ist eher bescheiden, aber toll ist, dass es immer selbst gebackenes Brot und sehr guten Kaffee gibt.

Das Personal (insgesamt über 20 Leute), von 2 Tauchguides über die Mädchen am Tresen, in der Küche, Reinigungskräfte bis hin zu Strandkehrern sind alle recht freundlich und vollkommen unaufdringlich.

Fazit: Da ich keinen Wert lege auf übertriebenen 5-Sterne Luxus mit angewärmten Handtüchern auf Ausfahrten, persönlichem Butler und Wellness-Landschaften, empfinde ich dieses Ressort als eines der allerschönsten in meiner langen Taucherkarriere!

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Duyung Baru

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Sonnendeck

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Vordeck

Duyung Baru: Yani und Volker (alias "Wowo") befahren und betauchen schon seit 14 Jahre die Gewässer um Komodo. Die 1.Auflage ihres Safaribootes war mehr was für Backpacker. Die neue Seekuh oder Seejungfrau - was Duyung Baru bedeutet - ist sehr individuell nach Tauchervorstellungen geplant und 2009 in Betrieb genommen. Ein traumhaftes Schiff für 6 Gäste - wenn auch noch mit kleinen Einschränkungen (siehe unten).

22m lang, 2 Master, japanischer Schiffsdiesel, 3 Kabinen 2 mit Doppelbett und 2 zu öffnende Bullaugen, 1 Kabine im Bug mit 2 getrennten großen Betten - ohne Bullaugen, aber mit Notausstiegsluke zum Vordeck als Frischluftzufuhr. Individuell regelbare oder abschaltbare Klimaanlage, Toilette und Dusche getrennt zu jeder Kabine, kleiner, Schrank, großer Stauraum für Rücksäcke oder Koffer unter dem Hochbett. Essensbereich und offene Küche Luft und Licht durchflutet - ohne Klimaanlage - wunderbar. Das Hauptdeck ist mit Sonnensegel überdacht, bequeme Stühle und ein Sofa, Sonnendeck mit Liegen über dem Essensbereich - zur Zeit noch ohne Sonnenschutz - Volker ist immer noch am ausbauen und verfeinern.

Yani kocht sehr gut und abwechslungsreich, von einheimisch indonesisch über japanisch - Sushi und Shashimi bis Chinesisches Garnelen-Suppen Fondue, frisch bebackene Brötchen, Eier, Obst, frische einheimischer Kaffee - alles super und auf Wunsch auch scharf. Es gibt viel Fisch und Seafood, aber auch Alternativgerichte.

Noch kurz Klartext, dass niemand mit falschen Vorstellungen kommt und enttäuscht ist

  1. Drei Motorkompressoren stehen auf dem Vordeck, meist laufen sie wenn die Gäste beim Tauchen oder auf Inseltour sind - aber manchmal ist eben etwas "divers music" angesagt. Volker will das noch umbauen, mich stört es nicht.
  2. Am Bug des Schiffes stehen 2 große Fässer, Sauerstoffflaschen und etwas Material - nicht malerisch aber nützlich.
  3. Die Kabinen sind nicht übergroß, aber 2 davon haben richtigen Doppelbetten und drunter jede Menge Stauraum.
  4. Der "Salon" zum Aufenthalt drinnen und Essen hat keine Klimaanlage - GOTT SEI DANK, sondern überall Fenster und Türen für Licht und Luft.
  5. Volker ist nicht böse wenn jeder sein Graffel selbst aufbaut, den einzig schwierigen Part - das Gerät aufs Beiboot schaffen - übernehmen die Jungs eh selbstredend.
  6. Volker ist nicht sehr erfolgreich im Seepferdchen entdecken, aber einen spaßigen Weg durch das Strömungschaos findet er allemal.

Fazit: Da ich mit diesen kleinen Einschränkungen gut leben kann und der Rest - insbesondere Atmosphäre und Herzlichkeit an Bord - einmalig sind, war das für mich der schönste Schiffsaufenthalt in meinem Taucherleben.

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Hotel Berjaya

Hotel Berjaya, Singapur:  83 Duxton Raod. Älteres Baujahr (ca. 1910), charmantes, preisgünstiges Hotel. 50 Zimmer in unterschiedlichen Kategorien. Obwohl in einem Viertel mit einigem Nachtleben und in 10 Minuten Gehentfernung von Templestreet/Chinatown gelegen ist das Hotel ruhig und nicht über ausgelastet. Zimmer sind altmodisch aber sauber, Betten bequem, Klimaanlage individuell regelbar, Bad mit Dusche stilvoll und funktional. Die Fenster in unserem Zimmer gingen nur zum Innenhof - aber immerhin. Frühstück ist im Preis inbegriffen, wenn auch nicht berauschend, aber o.k..

Francis Tan, Singapur: 38 Seah Street, 06 North Canal Road: Sehr guter und preiswerter Schnellimbiss mit Rinder-Suppen, viele Angestellte der umliegenden Büros kommen hierher zum Essen.

Maxwell Food Center: Maxwell Road / South Bridge Road. Einfacher, sehr typischer Essensmarkt mit vielen verschiedenen Ständen aller umliegenden Nationalitäten und Zubereitungsformen, u.a. chinesisch, malaysisch, koreanisch, indisch, japanisch - Suppen, Grillstände, reine Tofubratereien, Nudeln - gekocht, gebraten, in Suppen. Wirklich tausenderlei Verschiedenes. Bei der Auswahl auf die Hygienebewertung A - C an den Ständen achten.


Tauchen

... Basen...
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Selayar

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Duyung Baru

 

Selayar Dive Resort: Zwei Hartfiberglasboote für je 6-8 Taucher, das eine mit kleinem Dach und 2 * 200 PS, das andere mit 1 * 200 PS und ohne Dach aber praktischem Stangengerüst zum Festhalten. Es gibt für 2 Gruppen je zwei Bootsausfahren (i.d.R. 2 - 5, max. 15 Minuten Fahrt) die zeitlich verschoben und an Gezeiten angepasst sind. Jochen und Monika wechseln die Gruppen jeden Tag. Mit Jochen geht's tendenziell zu den tieferen Plätzen, Monika zeigt mehr das Kleinzeug wie Pygmäen-Seepferdchen und Minigarnelen.

Als Flaschen gibt es nur die üblichen 11,3L (80cft) Luxfer Aluflaschen mit INT-Anschluss. Auf die Frage warum bei 95% deutschen Gästen kein DIN, kommt die ehrliche und einleuchtende Antwort - so wie die Jungs manchmal die Flaschen behandeln ist INT einfach robuster. Nitrox ist von der Logistik und der MOD ungeeignet :-)

Die Tauchzeit ist auf 60 Minuten begrenzt - hauptsächlich damit die Gruppen nicht zu sehr auseinander driften. Man kann ja sofort nach der Ausfahrt beliebig oft und beliebig lange ans Hausriff. Bei den tiefen TG - die man nicht machen muss aber hier machen kann - gibt es klare, zackige Ansagen, also Nannyfaktor 5% und der Lage 100% angemessen.

Es gibt nicht mehr viele gute Basen auf der Welt, wo man so sicher, planvoll und unbeschwert tiefe Tauchgänge mit Pressluft durchführen kann.

Duyung Baru: Getaucht wird vom Aluboot 7m, 40 PS. Die Anfahrten dauern 5 - 15 Minuten, da das Mutterschiff immer in der Nähe ist. Flaschen gibt es  Alu 11,3L (80cft) und 14,1L (100cft), teilweise INT oder DIN - Achtung die DIN haben lange 300bar Gewinde und sind damit nicht für alte Automaten zu gebrauchen. Uns genügen 3 Tauchgänge pro Tag vollkommen, auf Wunsch gäbe es auch 4 oder noch einen Nacht-TG. Tauchzeiten betragen i.d.R. 45 Minuten, die Tiefe normal nicht viel mehr als 30m. Unter den gegebenen Strömungsverhältnissen akzeptieren wir das klaglos.

Es gibt ruhigere Ecken und Zeiten, aber wir wollten ja "action". Strömungshaken und Handschuhe sind unverzichtbare Hilfsmittel, größere Kameras sollten am Besten gleich an Bord bleiben.


... Plätze...
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Selayar Dive Resort

... Fauna & Flora
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deep down at is's best

Selayar - Auswahl der Highlights: Ausführliche Details unten im Tagebuch

Hausriff: Wie die meisten anderen Plätze senkrechte Ostwand. Kleine Absätze bei 20 und 50m vor es ins Abyss abbricht. Durch die Exposition und die Berge an der Küste liegt die Wand Nachmittags im Schatten. Das leicht Düstere verstärkt den mystischen Eindruck. Der Bewuchs mit Schwämmen, Stein- und Hartkorallen und ist ganz hübsch, wenn es auch nur wenige Weichkorallen und kaum größere Fächer gibt. Das Riffdach ist am Hausriff besonders gut erhalten, weil dort keiner zu fischen oder gar zu sprengen wagt. Ein Schwarm Makrelen, 7 junge Fledermausfische, eine Gruppe Falterfische, Sepien, Langusten, Schildkröten, Seeschlagen waren standorttreu.

Shark point: Wand senkrecht runter auf 25m, dann schräg über Sandhalde mit Korallen- und Felsblöcken vor an die Kante auf 45 - 50m. Festhalten und der Vorstellung von Makrelen, Barrakudas, ein paar Weißspitzenriffhaien und einzelnen Grauen zusehen. Auch mal noch einen Absatz tiefer - dort flirrt die Sprungschicht im Wasser und die Temperatur fällt gleich um 3-5°C. Langsam über die Schräge hoch - Schaukelfische und Geistermuränen lassen die Deko kurzweilig verfliegen. Ich bin positiv überrascht, dass es an einem Platz der "shark point" heißt mal wirklich Haie gibt - nicht sehr viele, nicht riesig große - aber immerhin!

Höhle und Überhänge: Steilwand mit Nischen, kleinen Grotten, Überhängen, Erkern und kleinem Canyon, bei 40m in Schräghalde übergehend (bis dann der 2.Absatz zu erahnen ist). Hier viele kleine und einzelne mittelgroße Gorgonienfächer, Büschchen schwarzer Korallen, viele kleine Fächer.

Carl's Corner: Ähnlich und in der Nähe von Shark point, vorne am Eck. Auch hier einzelne Haie.

Apatanah Höhle: Main Favorit - Wand runter 45m kleine Grotte, auf 50m großer Überhang mit "swim through", Fächerkorallen am Boden und Büschel von der Decke. Auf 54m Felsnase wie Balkon, zum Niederlassen und auf ein paar Haie runterschauen.

Fazit: Sicht mittel, Temperatur 28-29°C (3-5mm ohne Haube passend), Korallen & Fische gut, ein paar Haie, viele Schildkröten und etliche Seeschlangen, Steilwände auch weiter unten zu erkunden - super.

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Batu Bolong

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Caldron

Komodo - Auswahl der Highlights: Ausführliche Details unten im Tagebuch

Batu Bolong: Stein mit Loch: Kleine Insel 50m Durchmesser, tolle Felsformationen mit kaminartigem, senkrechten Canyon von 8 bis 25m. Viel Strömung und viel Fisch

Golden Passage: Kanal zwischen Komodo und Lawa Darat im Nord-Nord-Ost, braune Sonnenblumen-Korallen, schön bewachsenen Wand. Kilometerweiter Flug.

Castle Rock: Felsinsel mit Aussichtsbalkon in Norden und Süden, also je nach Strömung. Stärkere Strömung - Kino mit tausenden silberblauer Füsiliere, blauen Makrelen, einzelne WSR.

Caldron - Hexenkessel: Parallel zur Golden Passage aber noch enger. Erst breiter Kanal 20m tief, dann in Stufen flacher und enger werdend, perfekter Düseneffekt. Tolle Wand mit blühenden Weichkorallen übersäht.

Lighthouse: Berg von 40m bis zur Oberfläche, sehr viel Fisch - so hätten wir es überall erwartet.

Serikaya, Banana Split, Gebah -  alles in West Komodo: Kleine Felsinseln mit schöne UW-Landschaft, etliche aber nicht übermäßig viel Fische, viel Strömung. Malerische Umgebung, keine anderen Tauchboote, nur ganz vereinzelt kleine Fischerboote.

Unterwassergebirge: Von -3m bis -45m, Durchmesser oben 20m. Seht gute Sicht, wenig Strömung so können wir frei zum 2.Berg und zurück schwimmen.

Fazit: Sicht mittel - mal besser mal schlechter, Temperatur 24-28°C (3-5mm noch ausreichend, Haube oder Stirnband angebracht), Korallen gut bis teilweise sehr gut, Fische gut, kaum Großfisch, vereinzelt WSR-Haie, große Rochen, gar keine Mantas. Strömung und Fun - einzigartig, wenn auch oft anspruchsvoll bis schwierig - daher die Änderung des Tour-Mottos auf "fast and furious"!


Sonstiges

Weitere Fotos und Berichte gibt es bei Tom und - hoffentlich bald - bei Uwe.

Unsere Bilder gibt's hier im Fotoalbum Indonesien.


Reisetagebuch

Sa. 14.April
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Anreise über Singapur ...
Um 10:00h holen uns Gerhard und Petra mit dem Auto ab. Der Kofferraum des VW Touran ist ausreichend groß für 3 Tauchrucksäcke und großes Handgepäck. Zeitig um 11:00h checken wir im Terminal 2 ein. Das Bestätigen der Sitzplätze am Vorabend bei Singapore Airline war zwar aufwändig, erspart uns aber später einen Umweg zum Schalter beim Umsteigen. Die 10kg Übergepäck werden mit Hinweis auf Tauchreise klaglos akzeptiert. Das Handgepäck wird nicht näher inspiziert.
Pünktlich 13:30h starten wir mit einer Boing 777-400 (Bestuhlung 3-3-3), um nach einem ereignisarmen Flug nach knapp 12 Stunden Singapur zu erreichen.
 
So. 15.April
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Zwischenhalt in Denpasar
Die Umsteigezeit zwischen 7:15h und 9:35h ist ausreichend, aber zu kurz, um vom tollen Flughafen Changgi viel zu nutzen. Der SQ-Flug nach Denpasar/Bali mit einer Boing 737-800 ist nicht ausgebucht (Bestuhlung 3-3, Mitte leer)

In Denpasar gelandet müssen wir erst mal des Gepäck 500m zum Auto schleppen, weil wir für Träger zu knickerig sind und wir keine Gepäckwägen finden. Rollenrücksäcke sind bei 34°C klar von Vorteil. Wenigstens ist der Weg überdacht, luftig und gut gepflastert. Abholung und Transfer zum Hotel klappen wie am Schnürchen.

Das Hotel Lokha Legian liegt in einer belebten Gegend. Die Zimmer gehen alle in den Innenbereich mit der großen Poolanlage und sind damit sehr ruhig. Ausstattung und Ausführung tadellos, als Urlaubsdomizil hätte es zu wenig Atmosphäre, aber als Transfer völlig ok. Als zusätzlichen Service gibt es 10 Minuten Fußmassage (ich verzichte dankend, aber die anderen finden es entspannend). Zum Essen gehen wir 50m die Straße runter. Zwischen den vielen westlichen Gerichten auf der Karte finden wir Nasi und Bami Goreng und Gemüsesuppe mit Squid - alles für die recht touristische Gegend preiswert und schmackhaft.

Mo. 16.April
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Vulkan auf Bali
Gutes Frühstück um 6:00h im Hotel. Transfer zum Flugplatz 30 Minuten. Gepäckwagen sind frei verfügbar, ca. 800m Fußmarsch mit Gepäck. Garuda Indonesia gewährt auch 10-15kg Freigepäck für Taucher. Einchecken problemlos. Airline hat mittlerweile wieder sehr guten Standard. Angenehm kurzer Flug mit schönem Ausblick auf den Vulkan und Bali von oben.
Überlandfahrt 6 Stunden Abenteuer Straße, dann noch 2 1/2h Bootsfahrt Details siehe Anreise.

Abends Sate-Spießchen mit lecker Soße ...
 


Di. 17.April
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Einstieg übern Steg
9:30h Hausriff I, ganz leichte Strömung, 3 Schildkröten, kleiner Thun, sehr große schwarz-weiß gebänderte Seeschlange

14:30h Kolo Kolo. Einstieg Nord: Mantis shrimp, mehrere Pygmy, blau-lila Strudelwurm, Wand geht dunkel tief runter, Ostseite Nachmittag

16:40h Dämmerungs-TG Hausriff: viele Trompetenfische, etliche riesige Langusten
Abends Buffet mit Fisch, Ente, Huhn, "Schnitzel" und vielen schmackhaften Soßen.

Mi. 18.April
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Fächer in Grau
9:00h Netz: etwas nördlich an der Spitze, Strömung erst leicht dann mittel. Steilwand bis ca. 50m. Ein paar Gorgonienfächer. Anemonen mit Clownsfischen, Napoleon, sehr viele mittelkleine blaue Drücker, große Makrelen. Durch Ostwind und Grundströmung viel Plastikmüll im Wasser - Aufsammeln zwecklos. Ein kleines Fischernetz ist im Riff eingewachsen

14:30h Little Wall (vor Bungalow 9); Große Sepia bleibt ganz ruhig stehen

17:45h Hausriff II: ganzer Schwarm Makrelen im Stegbereich. Große Schildkröte rammt mich fast. Etliche riesige Langusten

Do. 19.April
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Seekobra
9:00h Unspunnenstein: Wand bis 50m. Mittlere Strömung, flott die Wand lang, Languste, Adlerrochen, Blaupunkt, mehrere Schildkröten, kleine Zackenbarsche, Falter-, Kaninchen-, Fledermausfische.

16:30h Shark point: Beim Abtauchen 2m großer, schwarzer Barrakuda. Abstieg über schräge Halde auf 47m. Dort lasen wir uns nieder. Mittlere Schwärme Makrelen, ein paar kleinere Barrakudas. Unten zieht ein dicker grauer Riffhai mit Schiffshaltern seine Kreise. Wir gehen noch etwas tiefer - auf 55m. Das Wasser flirrt. Die Sprungschicht ist optisch und von der Temperatur deutlich fühlbar. Dunkles grau-blau um uns, tiefes schwarz-blau unter uns. Mit 1/12 Minuten Deko verlassen wir den Platz und steigen mit der Strömung schräg zum Hang auf. Noch zu sehen: Barrakudas, Schildkröten, Schnapper, Napoleon, 2 Blattfische, schwarze winzige Geistermuräne, Mantisshrimp. Nach 55 Minuten mit 10 bar beenden wir den TG.

18:20h Hausriff I: Schildkröten, viele große Langusten, Bärenkrebs, rote Languste, 3 juvenile Fledermausfische, große Sepia - ohne Moni.
 

Fr. 20.April
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warten was kommt
9:00h Höhle und Überhänge: Steilwand mit Nischen, kleinen Grotten, Überhängen, Erkern und kleinem Canyon, bei 40m in Schräghalde übergehend (bis dann der 2.Absatz zu erahnen ist). Hier viele kleine und einzelne mittelgroße Gorgonienfächer, Büschchen schwarzer Korallen, viele kleine Fächer, 2 Pygmäenseepferdchen, große Seekobra beim jagen und fressen, Napoleon, Falterfische, kleine Kaiser, viele kleine blaue Drücker, mehrere schöne große Süßlippen, Drachenkopf.

15:00h Doda: Nachmittags liegen die Wände entlang des Resorts im Schatten. Senkrecht bis >40m. Einzelne Einschnitte und Überhänge. Wei0er Drachenkopf, kleine und größere Seekobra, einzelne Schnecken. Riffdach teilweise von Dynamit zerstört.

17:45h Dämmerungs-TG Hausriff: Nur Uwe, Mattias, Moni - ohne mich.

Sa. 21.April
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am Corner
6:00h Shark point - ohne Moni & mich

11:45h Carl's Corner: Wand runter bis 25m, dann schräge Sandzunge abwärts bis zur 2.Kante bei 55m. Bei mittlerer Strömung versuchen wir uns zu platzieren und sehen dem Treiben zu. Ein grauer Riffhai patrolliert ständig auf und ab. Ein paar Thuns, Barrakudas, kleine Schwärme Makrelen und Schnapper sowie tausende kleiner blauer Drücker. Dann nach 13 Minuten Tauchzeit (5-8 Grundzeit), mit zunehmender Strömung arbeiten wir uns schräg die Halde hoch um dann mit einem Affenzahn in die Steilwand ein zu biegen und entlang zu fliegen. 10 Minuten später und um eine Biege herum ist der Spuk wieder vorbei. Den Rest der 15 Minuten Deko verbringen wir bei Schaukelfisch und Kleingetier auf dem Riffdach. Die Luft reicht, aber das gemütliche Austauchen findet dann doch an Monis Backupautomaten statt.

16:00h Hausriff I (nach Süden): Größerer Schwarm silberner Makrelen und 5 juvenile Batfish am Einstieg, 2 große Schildkröten mit Schiffshaltern in Wandnischen. Riffdach hier gut erhalten, viele Hartkorallen - Feuer und Geweih.

So. 22.April
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Wände überall
9:00h Steps: Wand in mehrere Stufen, unten 45-66m. In der Mitte treiben wir bei geringer Strömung an Büschen schwarzer Korallen vorbei. Im nächsten Wandabschnitt wieder höher viele Tonnenschwämme. Schildkröten, kleiner Napoleon, gelber Schaukelfisch, Wollkrabbe in Anemone, große dunkle Muräne, abertausende kleine Drücker, Juwelenzackenbarsch, Kaiserfische, schwatz-blaue Doktorfische, große Hundzahnschnapper

14:00h Sands: Matthias, Horst, Uwe - Sandfläche mit verschiedenen Blöcken, riesig fette Muräne, Schaukelfische …
Opera Wall: Petra, Monika, Helmut - "the deeper you go, the better the corrals" Steilwand von Oberfläche bis 70m, Nischen und Überhänge, einige Büschel schwarze Korallen, mittlere Gorgonienfächer, an der Wand wenig Fisch - Falter, Doktor, Drücker. Als wir der Ecke näher kommen nimmt die Strömung Fahrt auf. Ein Schwarm schwarzer Schnapper, große Schwarm Makrelen, einzelne kleine Barrakudas und ein sehr großer. >10 Schildkröten, ein grauer Riffhai unter der Kante.

17:00h Hausriff II (Süd): Schlafender Weißspitzenriffhai in Höhle auf 8m (25 Min. südlich), Schildkröten, Langusten, Doktorfische.

Mo. 23.April
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da geht's runter
7:15h Shark point: Etwas Strömung, schon bei 25m die ersten Haie, runter zuerst bis auf 45m später bis 52m. Mehrere graue Riffhaie mit Schiffshalter kreisen, Adlerrochen schweb vorbei, der Makrelenschwarm zirkelt auch von und unter uns. Napoleon, viele Schildkröten, Gruppe große Barrakudas mit gelben Schwanz, andere Gruppe silberner Barrakudas, Schaukelfisch, großer Steinfisch, große Muräne, Schule schwarzer Schnapper, zwei große Hornhechte, schwarze Geistermuräne

12:00h Apatanah Höhle: Wand runter 45m kleine Grotte, auf 50m großer Überhang mit "swim through" Fächerkorallen am Boden und Büschel von der Decke. Auf 54m Felsnase wie Balkon, zum Niederlassen und runterschauen. Vor uns kreisen 3 größere Weißspitzenriffhaie, vorsichtig kommen sie näher um das Geräusch zu erkunden, das Jochen mit einer leeren Plastikflasche verursacht. Die schöne Wand langsam hoch, über Sand und viel zerstörtes Riff, aber einige Korallenblöcke, mit braunem Krokodilsfisch und weißem Kugelfisch.

17:30h Hausriff zum Austauchen - denken wir


Di. 24.April
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Fledermaushöhle
7:30h Shark point: Etwas Strömung, die üblichen 3-4 Grauhaie, der Makrelenschwarm zieht umher, ein großer Thunfisch kommt immer wieder vorbei, oben Schaukelfisch und Steinfisch, Barrakudas.

Ausflug zur Fledermaushöhle: Schwitzend kraxeln wir bei 35°C durch den Busch. Teilweise richtiges Klettern über sehr scharfkantige Felsen. Die Höhle ist ein ganzes System mehreren Eingängen, Durchgängen und Durchbrüchen nach oben. In den hinteren Ecken hängen ein paar hundert Fledermäuse, 5-20cm groß. Durch Lärm, Lampen und Fotoblitze geweckt flattern sie in den Kavernen herum.

12:00h mittags setzt uns Jochen mit dem Speedboot auf die vor dem Resort liegende Duyung Baru über. An Bord gibt es erst geeiste Erfrischungstücher, eine Einweisung und dann ein kleines, leichtes, sehr indonesisches und schmackhaftes Mittagessen. Den Rest des Tages verbringen wir mit Kabine beziehen und auf Deck faulenzen und die ruhige Fahrt genießen. Mit 7-8 Knoten sollten wir morgen früh unser Ziel Komodo ereichen.

Mi. 25.April
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Horse shue reef
8:30h Horse shoe reef / Nord-Ost Komodo: Kleines Riff von 5 - 35m gut bewachsen, keine Strömung, etliche Nacktschnecken, "falsche" Blaupunktrochen, 3 Langusten, Schnapper, Süßlippen, kleiner Schwarm blau/gelbe Füsiliere

12:00h Batu Bolong - Stein mit Loch: Kleine Insel 50m Durchmesser, hinten in der Mitte der Rückströmung senkrechten Canyon von 8 bis 25m gerade runter, unten liegt WSR. Gegen Rückwirbel um die Ecke rum, dann ruhig um vorne in die Gegenströmung rein zu schnuppern, Volker hängt mit dem Haken voll in der Abwärtsströmung, Maske und Automat vibrieren nur, wir hängen hinter den Felsblock und werden nur leicht gebeutelt. Horst kommt abhanden - Tom geht hoch und beide werden vom Boot aufgenommen. Wir gehen wieder in die ruhigeren Bereiche. Großer und kleiner Napoleon, 2.WSR, sehr große dunkle Makrelen, blaue Makrelen, mehrere Prachtschnecken, Fadenschnecken, 2 grüne Muränen, Rotfeuerfisch. Oben kocht die See.

Mittags chinesisches Suppenfondue.

16:30h Golden Passage - zwischen Komodo und Lawa Darat im Nord-Nord-Ost:: Abtauchen auf 25m, an schrägem Hang vorbei an zwei kleinen WSR, ein paar Fächerkorallen - violett und rotbraun, unten Sand, leicht hoch über Fläche mit vielen Sandaalen, der Kanal wird flacher und schneller. Wir testen die Strömungshaken - es ist wie fliegen im Windkanal, es zerrt an Automat und Maske, wieder los und weiter. Immer schneller. Wieder ein Stopp an einem großen Block mitten im Fluss. Dann vorbei an einer mit braunen Sonnenblumen-Korallen bewachsenen Wand. Am Ende schnell abbiegen. Um die Ecke rum und über einen Sattel drüber. Tausende Streifenbarsche, Falter- und Wimpelfische, einige große Büffelkopfpapageifische, Giant Travellyes, dicke Zackenbarsche. Insgesamt sind wir 1,5km geflogen.

Do. 26.April
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Crystal Boomie
7:45h Crystal Boomie / Nord Komodo: Kleines Felsinsel von +1m bis 35m. In Strömungsteilung senkrecht abtauchen, gegen die Strömung vor an den Balkon zum festhaken. Unten kreisen einzelne Riffhai. Dann runter auf 28m zur Ebene. Sehr viele Weichkorallen. Horst hat Probleme mit den Bleitaschen - 3 gehen hoch. Wir drehen noch um, um nach der Tasche zusuchen - ohne Erfolg. Langsam hoch und oben im Strömungsschatten tauchen wir aus. Am Ende des TG hängen wir uns noch mal oben in den Flow.

11:30h Castle Rock: In Strömungssplit senkrecht auf 23m abtauchen, dann "pull and glide" vor auf 28m zum Festhaken. 3 WSR, ein größrer Grauer, Makrelen, Napoleon, Thunfische. Stärkere Strömung auf der Mittelstation - Kino mit tausenden silberblauer Füsiliere, blauen Makrelen.

15:30h Caldron - Hexenkessel: Parallel zur Golden Passage aber noch enger. Erst mit leichter Rückenströmung den breiten Kanal auf 20m entlang. Schon einige kleine Fächer und Weichkorallen, Makrelen, Kugelfisch, Papageifische - die Steine am Boden sind verdächtig rund. Dann links in einen Seiten-Canyon hinein. Strömung hier mittel. Ein Schwarm schwarzer Schnapper tanzt umher. Wieder runter und in tiefster Gangart über groben Sand durch den Kanal zur senkrechten Wand auf der anderen, rechten Seite. Diese liegt voll in der Strömung und ist wunderbar mit gelben, orangen und roten Weichkorallen übersäht.

Langsam arbeiten wir uns hoch und kommen dem Sattel auf 11m immer näher. Die Strömung nimmt weiter und weiter zu. Volker erreicht als erster den Rücken und hakt sich mitten im Kanal ein. Er wirbelt wie eine Fahne im Sturm, aus allen Automaten bläst es - ein riesiger Luftschwall überall. Nach und nach hängen auch wir uns an die Kante. Mit nie erlebter Macht greift Poseidon nach uns, zerrt an Masken, Automaten, Kameras - will uns alles entreißen, Wir wehren uns, klammern uns mit dem Haken fest, halten Maske und Kamera krampfhaft und haben doch keine Chance. Als ich keine Luft mehr bekomme weil ich nur noch Wasser im Automaten habe - hereingedrückt durch die Membrane, ergebe ich mich und lasse los - die anderen ebenfalls. Mit Affenzahn schießt es uns durch die Passage. Weiter hinten - die Strömung ist hier nicht mehr ganz so stark - haken wir uns noch ein paar Mal kurz fest um durch zu zählen und die Ausrüstungsteile zu sortieren. Dann geht es weiter bis wir links ins Aquarium in ruhigere Gefilde einbiegen. Nacktschnecken, Schildkröte und Kugelfisch und viele braune Plapperkorallen säumen den Rest des Weges zum Boot. An der Oberfläche breche ich in schallendes Gelächter aus - ich glaube ich war vorher noch nie Strömungstauchen!

Fr. 27.April
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der Westen
8:30h Castle Rock / Nord Komodo: Fast keine Strömung. Direkt frei runter auf 20m, kurzer Abstecher nach rechts auf - einer Sandfläche bei 35-40m liegen 4 WSR, dann links an einen Balkon bei 30m - einzelne WSR, ein Schwarm silberner Stachelmakrelen, ein Grauer (nur Uwe), hoch zum nächsten Aussichtspunkt auf 24m - dort wieder WSR, großer Napoleon, Barrakudas, schwarze riesengroße Büffelkopfmakrelen kommen ganz nah, viele kleine blaue Drücker, einzelne gelbe Riesendrücker, überall tausende blau-silberne Füsiliere und Schwärme kleiner Gelbstriemen. Bei Austauchen an der Felsspitze, die bis knapp unter die Oberfläche reicht noch Schnecken, Riffbarsche, ein nervöser Tintenfisch.

11:45h Tatawa Kecil: Unbewohnte Insel 200m lang 30m hoch. Unterwasser interessante Formationen - kleine Höhle, Überhänge, kleine Unterwasserberge und große Felsblöcke, zwischen 0 und 30m. Viele, recht zutrauliche Fische - gut zu fotografieren, wenn auch düstere Stimmung, weil bewölkt und teilweise Regen. Große Süßlippen, mehrere Gruppen Fledermausfische, Juwelenbarsche, Riesendrücker, grüne Muräne, Blaupunktrochen, Kaiserfische, Falterfische, Zackenbarsche, kleiner Napoleon, Kugelfisch, Kofferfisch, .Schwärme Schnapper und Füsiliere, sehr viele Tischkorallen, der ganze Platz überall bewachsen.

16:00h Siaba Channel: Auf 30m Tiefe mitten im breiten Kanal zwischen den Inseln Siaba und Mauan führt eine Schleifspur wie ein Trampelpfad entlang. Einem reißenden Fluss gleich treibt es uns in hoher Geschwindigkeit Kilometer weit. Es ist düster, die Sicht ist schlecht, es ist kalt (25,5°C) - wäre nicht die vielen bunten Fische und die Schildkröten könnten wir uns fast heimisch fühlen. Für Matthias und Uwe noch ein WSR und ein Napoleon.

Sa. 28.April
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Morgengrauen
6:00h Abfahrt, Transfer nach Westen dauert bei 2-3kn Rückenwind ca. 3,5 Stunden, der Tauchplatz auf der halben Strecke ist wegen der zu starken Strömung nicht tauchbar. Bei Ankunft setzen Volker und Tom eine feste Ankerboje ("mooring"). Weit und breit keine anderen Boote.

11:30h Serikaya / West Komodo: Kleine Felsinsel mit einigen Canyons, mittelstarke Strömung und bis 20m deutliche Dünnung. Alles mit Korallen bedeckt, unzerstört aber verwittert, einige WSR, Zackenbarsche, Drachenköpfe, kleine Seekobra, etliche aber nicht übermäßig viele der üblichen Rifffische

14:00h Banana Split / West Komodo: Insel komplett mit Algen, Schwämmen und Hartkorallen bewachsen, runter auf 42m. Dort läuft es langsam in Geröll aus. Einige Erker und Balkone, grau aber gute Sicht. Langsam hoch, noch mal WSR, kleine Zackenbarsche, einige Rifffische, ein ganzes Feld mit roten Anemonen und Clownsfische, eine große und eine sehr, sehr große grüne Muräne, einige hellblaue Prachtschnecken, lila Blattwurm, Rotfeuerfisch, gelber Kugelfisch..

17:00h Gebah / West Komodo Felsinsel ragt knapp aus dem Wasser, im hinteren Strömungsschatten runter, beim Abtauchen Adlerrochen, auf 28m an den Balkon vor kleinem Absatz, vor uns dunkel und kalt: WSR, Schwärme Doktorfische, Thunfisch, Falter, hoch etwas herum - große Langusten, blau Weichkorallen wie "Hyazinthen", mit der Rückströmung durch den "highway", übers Dach zum 1.Canyon - 1,5m schmal und 5m hoch schön durch zu schwimmen - aber nicht viel Leben. Zum Schluss oben viel Strömung. Um nicht in die down-current zu gelangen ploppen wir nach kurzem Stopp aus 5m hoch und befinden uns mitten im Wirlpool. Horst und Matthias bekommen den Absprung nicht richtig mit und kämpfen noch eine Weile.

So. 29.April
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Gebah
8:15h Gebah: Weniger Strömung, weniger Aktion, weniger Fisch, dafür sind die Canyons gut zu tauchen. WSR, Barrakuda,: Schwärme kleiner Gelbstriemen, Drachenkopf, gelb-schwarze Krabbe, Garnelen, Schnecken & Blattwürmer

12:00h Corner: An der ersten, inneren Ecke abtauchen auf 30m, wenig los, viele kleine Fische. Langsam fängt es an zu schieben und nimmt stetig zu. Wir arbeiten uns den Hang hoch und auf die 2. Ecke zu. Sehr interessante große, hervorstehende Blöcke. Nach 45 Minuten sind die Flaschen ziemlich leer und wir steigen langsam auf. Geringe Ausbeute für viel Arbeit - aber Spaß hat's gemacht. Das Motto der Tour wird geändert, von "big fish" auf "fast and furious".

15:30h Unterwassergebirge Vovos: Von -3m bis -45m, Durchmesser oben 20m. Schnell runter auf 35m - dort einzelner WSR, 2 schwarze Stachelrochen (nur Moni & Tom), hinüber zum 2.Berg, dort hoch zum Gipfel bei -25m wieder im freien bei sehr guter Sicht zurück. Die ganze Wand mit Löchern und tausenden Seeigeln darin, Schwarm grüner Doktorfische, Garnelen mit Muräne, Nacktschnecken.

Mo. 30.April
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Castle Rock
9:00h Castle Rock: Weniger, oben etwas Strömung. 5 WSR, Schwärme Doktorfische und Gelbstriemen.

12:15h Lighthouse: Auf 40m große Felsblöcke mit WSR, Blaupunktrochen, Napoleon, einzelnen Makrelen, dann steil die Ecke hoch - wie Bergsteigen. Sehr, sehr viel kleine und mittlere Fische, praktisch noch mal das ganze Spektrum: Schwärme Doktorfische, große Falterfische, Kugelfisch, Drücker, Rotfeuerfisch, Wimpelfisch, Riffbarsche aller Art, Demoiselle, Nacktschnecken, braune Schnapper - alles um die Bergspitze herum, bei hellem Sonnenschein.
 

16:00h Golden Passage (W->E): Anfangs noch Strömung nach West, runter kurz auf 28m, große Süßlippe, mehrere BPR. Dann dreht die Windrichtung auf Ost und nimmt binnen 45 Minuten gut Fahrt auf. Im Flachen lassen wir uns über die goldbraunen flachen Steinkorallen treiben. Am Ende wechseln wir zu einer kleinen Steilwand auf der anderen Kanalseite. Dort in der mittlerweile stark anziehenden Strömung wiegen sich wunderbar Weichkorallen. Wir hängen noch einige Zeit und genießen den Fahrtwind.

Di. 1.Mai
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Drachen
9:30h Manta Point: Abschlusstauchgang, zuerst ebener Sand und feines Geröll mit vereinzelt kleinen Korallenblöcken, großer Stachelrochen, ein paar sehr große Drücker, große Sepia ganz nah. Mit leichter Strömung treiben wir 1 Stunde dahin. Zum Ende ist der Boden komplett bedeckt mit Steinkorallen - wie große Kohlköpfe.

Am Nachmittag starten wir mit dem Beiboot zur Drachenfahrt. Bei der Rangerstation in Rinca gehen wir auf die Insel. Die Tour kostet um die 10€ - für die Kameras extra. Die Gebäude stehen auf Stelzen. Hinter den Häusern liegen 8 ausgewachsene Exemplare faul in der Sonnen. Sie sehen harmloser aus als sie wahrscheinlich sind. In kürzer Entfernung wandern zwei mit wiegendem Kopf umher, die gespaltene Zunge zur Witterung voraus.

Ein schmächtiger Bursche als Führer mit einer Astgabel als Bewaffnung führt uns durch den Busch. Nach einer Stunde, auf dem halben Weg der großen Tour drehen wir um, denn es dämmert bereits. Auf dem Weg entlang und durch Bachbetten, Wiesen, Waldwegen und Trampelpfaden sehen wir noch einzelne kleinere Warane, einen Wasserbüffel, einige Affen und viele Vögel.

Mi. 2.Mai

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Labuan Bajo

Schiff um 9:30h verlassen. Abflug Labuan Bajo verspätet ca. 13:30h, Weiterflug ab Denpasar 18:00h, Ankunft Singapur 20:15h. Taxi zum Hotel 30 Minuten, 25 Sin$.

Die Flüge sind weitgehend ereignisarm. Außer, dass sie bei Air Asia einem von uns für 12 Kilo Übergepäck 150 Euro abknöpfen und wir anderen, die wir Übergepäck im voraus gebucht haben, auf dem Förderband die Taschen solange umpacken müssen, bis pro Ticket das exakte Gewicht eingehalten ist. Bei Merpati kann man nicht vorbuchen und es muss jeder pro Kilo (nach Handeln) einen Euro berappten. Das Handgepäck wiegen sie zum Glück nirgends.

In Singapur teilen sich unsere Wege, und nur mehr zu dritt entern wir ein Taxi, das uns flott in 20 Minuten nach Chinatown zu unserem Hotel Berjaya bringt. Wie immer ist es in der Stadt sehr warm und schwül. Noch kurz einen Bissen essen - am Maxwell Food Center und dann ins Bett.

Do. 3.Mai
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Parlament
tagsüber Singapur - rumlaufen, U-Bahn fahren, abhängen. Chinatown, Center, little India - im Schnelldurchgang

Pünktlich um 23:15h ist Abflug nachhause.

Fr. 4.Mai 7:00h Ankunft in München

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