|
Sinai Bonaire Thailand Mikronesien Sudan Galapagos Kroatien Südtour IT/Elba Indonesien Malaysia Ägypten (GMP) Kas Philippinen Scapa Flow Südafrika Dahab Sinai Ostsee Cocos Lanzarote HR/Rovinj Mexiko Palau Ost-Borneo Philippinen-2 Nahziele... Höhlen...
| |
Da Tauchen mein größtes Hobby ist, verbringe ich meine Urlaube am
liebsten unter Wasser. Ich möchte hier ein paar persönliche Eindrücke
und Informationen von ein paar tollen Tauchreisen wieder geben.
Alle Aussagen sind rein subjektiv und erheben keinen Anspruch auf
Absolutheit. Ich bin unabhängig und mit keiner hier genannten Basis, Firma oder
Organisation wirtschaftlich verbunden und erhalte von niemandem Vergünstigungen.
- Wenn ich hier etwas anpreise, dann einzig und allein weil ich es gut finde!
- Wenn ich einen Link setze, dann weil meines Erachtens dort was
interessantes steht!
- Wenn ich Kritik äußere, dann um zu sagen was mir persönlich nicht
gefällt - und jeder muss dann selbst entscheiden ob ihm dieser Punkt
wichtig ist oder nicht!
Wenn man Freunde und Bekannte um Informationen zu Reisezielen und
Tauchgebiete bittet, muss man immer berücksichtigen, was diejenigen
selbst für Vorlieben oder Einstellungen haben. Der komfortverwöhnte
Makrofotograf wird mit dem "ultimativen Tipp" eines
Kampftaucher/Steilwandfreaks wahrscheinlich nur begrenzt (bei ca. 8
Meter) was anfangen können, und wenn Brett Gilliam in der Unterwasser
eine Basis positiv mit 2,5 bewertet hilft mir das mehr als wenn
Cinderalla Newdiver das "Balla-balla-fushi Ressort" mit 1.0 in höchsten Tönen lobt.
Damit die Liste mit den Reisezielen nicht zu lang wird habe ich unsere
Heimatgewässer, alle Kurztrips und die meisten Süßwassertauchgebiete separat hier unter
Nahziele sowie unsere Höhlentaucherlebnisse
hier unter
Höhlentauchen. Es gibt auch ein paar
Reiseberichte (ganz ohne Tauchen) hier unter
Landziele.
Hier im Logbuch findet ihr eine Liste aller unserer bisher
besuchten Tauchziele.
Damit Ihr jetzt meine Empfehlungen einschätzen könnt, kurz zu meinen
Tauch- und Reisevorlieben:
- Eigeninitiative Ja, aber nicht übertrieben. Ich such mir
schon mal die Taucherhotels aus dem Internet und buche direkt (spart
nichts, aber beim Ressort bleibt etwas mehr hängen), wenn ich aber 3
Anschlussflüge brauch, darf das auch eine vernünftige Travel-Agency
organisieren.
- Komfort Ja, aber nicht übertrieben. Also 3-Stern mit
Ventilator statt 5-Stern und Aircondition oder 0-Stern und Schlafsack
auf dem Boden.
- Gib mir die Kante, aber Oberfläche und Sicherheit nicht ganz
aus den Augen verlieren. Am liebsten an der Steilwand runter und
entlang, vorbei an riesigen Gorgonien und Fächern. Draußen patrouillieren die großen Jungs und unter mir nur unendliches Blau. Das
Makro kann zu Hause bleiben. Da dieses Ideal leider sehr selten
und/oder teuer ist, heißt das halt dann besser die Galerie als Shaab
El Erg.
Nach meiner Einschätzung gibt es folgende zwei Hauptgruppen bei den Tauchern:
- die "Gucker" wollen schöne, bunte, Sonnen durchflutete Riffe mit
vielen farbenprächtigen Fischen und üppigem Korallenbewuchs, am liebsten
Seepferdchen, Schildkröten und Delphine. Haie nur wenn sie nicht zu groß
sind...
- die "Flieger" wollen das Gefühl der Schwerelosigkeit, das
Schweben, das Gleiten, das Stürzen, die Wand, die Tiefe, die Ruhe, die
Dunkelheit, das grenzenlose Blau (ersatzweise grau oder schwarz) ...
Ich gehöre eindeutig zur zweiten Gruppe und bin daher auf betreutes Tauchen
(neudeutsch "ge-guided") nicht besonders scharf. Gerne nehme ich einen kompetenten Ratschlag eines ortskundigen Tauchführers
an und höre auch bei Briefings i.d.R. aufmerksam zu, und natürlich kann ein Führer dem
Gucker das "hippocampus denise" (zu deutsch Seepferdchen)
zeigen, aber mir als Flieger bringt das aber nicht so viel (vgl. oben).
Also bevorzuge ich eigenverantwortliches und freies Tauchen. Zur Eintaxierung der Freiheitsgrade und Selbstverantwortlichkeit die mir auf
Tauchbasen oder von Tauchguides gelassen wird habe ich den Begriff des
"Nannyfaktors" (NF, siehe
Tabelle unten) geboren.
Auf dieser persönlichen, von 0 - 100%
reichenden Skala habe ich folgende groben Abstufungen erlebt:
-
"Nannyfaktor = 0%" - völlig
eigenverantwortliches Tauchen
Nirgends ein nerviger Besserwisser oder erhobener Zeigefinger. Wir
wollen wieder heil und gesund zurück kommen und wissen was dazu zu tun ist -
das reicht! (siehe Scapa Flow,
Truk Lagoon,
Sudan, Kroatien, Dahab früher und natürlich im unserem
süßen Zuhause)
- "Nannyfaktor = 10%" - weitestgehend
eigenverantwortliches Tauchen
Der Guide, öfter auch weiblich, hat genug Können, Erfahrung und
Selbstbewusstsein um nicht den großen Maxe mimen zu müssen, schaut sich
seine TaucherInnen an, gibt (sofern unvermeidlich) limits vor und akzeptiert
wenn sie mal in vertretbarem Maßen und Situationen überschritten werden,
siehe Kas Türkei,
kleine Marinepark Ägypten, Elba,
Dahab Sea & C,
Kroatien, Dahab mit richtigem Guide
- "Nannyfaktor = 10 - 30%" - behördliche oder
gesetzliche Auflagen, wie Frankreich und Bodensee Teufelstisch oder
wenig flexible Vorschriften und Limits
- "Nannyfaktor = 45%" - strenges Rudeltauchen,
immer im Gleichschritt, siehe Layang-Layang
Malaysia - wenigstens Limit 40m, als ganz besondere Ausnahme sind am
Platz "Runway" 42m erlaubt, weil dort die Geisterpfeifenfische auf dem
Plateau liegen
- "Nannyfaktor = 50 - 75%" - Engstirnig
ausgelegte, übertriebene Vorschriften, PAID-Kultur
- ...
- "Nannyfaktor = 100%" - ist zum Glück nicht mir
selbst passiert, sondern nur von Freunden überliefert:
Eilat 1.TG 20m - Anschiss wegen "zu tief", 2.TG "zur Strafe" 7m - Kosten 100
$
Um die Gefahren beim Tauchen nicht ganz zu
verschweigen, hier ein paar reale Erlebnisse.
|