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Kroatien - Rovinj, Juni 2008
Mitte Juni 2008 waren wir zum Tauchen in Rovinj. Weitere Bilder gibt's hier
im Fotoalbum Kroatien/Rovinj oder als
automatisch ablaufende Dia-Show.
Anreise
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Mit Auto von München A8 über Salzburg
A10 nach Lublijana, Slowenien. Dann über Koper Richtung Pula bis
zum Abzweig Rovinj. Alles in einschlägigen Routenplanern leicht
planbar aber an den Tunnels und rund um Koper stark Stau gefährdet.
Kosten: 10€ Tauern & Katschberg, 6,50€ für
Karawankentunnel, 5-10€ Maut in Slowenien und 3-5€ in Kroatien.
Dauer: München - Rovinj netto 8-9 Stunden. |
| Unterkunft |
Unsere
Appartements, nördlich von Rovinj, war leider
nicht direkt am Meer, aber schön, sauber und ruhig. Außerhalb der
Hauptsaison von Ende Juni bis Mitte August gibt es Vorort genügend
Auswahl.
Campingplätze haben wir zwei gesehen. Einen direkt an der Straße
am nördlichen Ortsende, ca. 1 km nördlich von "Nadi
Scuba" und einen weiteren "Camping Valdaliso" 2km weiter
nordwestlich direkt am Meer mit der Tauchbasis "Scuba
Valdaliso" von Wolfgang Eder.
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Verpflegung
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In und um Rovinj gibt es jede Menge preiswerter und
schmackhafter Lokale. Preiswert können die Cevapcici mit
hausgeschnipselten Pommes direkt neben der Tauchbasis für 5€
sein oder edle Fischplatten im Mützenrestaurant für 30€
aufwärts, z.B.
Monte (Gault Millau: 2 Hauben, 15 Punkte).
Besonders gut geschmeckt und gefallen hat es uns im
Figarola, auch wenn wir erst mal heftigen Protest wegen dem
"Haisteak" auf der Speisekarte einlegen mussten.
Für Vegetarier ist die Kroatische Küche eher schwierig, es gibt
viel Fleisch und Fisch. Zusammen mit der Rechnung kommt praktisch
immer ein Slibowitz. |
Tauchbasis
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Nadi Scuba,
am nördlichen Stadtrand von Rovinj
Kleine kroatische Basis, geführt von Sinisa Nadi .
Der Chef spricht ganz gut deutsch, seine Crew englisch und
teilweise etwas deutsch. Das Publikum
ist international: Italiener,
Deutsche, Österreicher, Kroaten, Ungarn, Polen ...
Bei Tech-Tauchern wohl bekannt. Füllt problemlos Nitrox in jede
halbwegs saubere Flasche zum moderaten Aufpreis von 5€ (selbst für
eine D10). Trimix gibt's auch. Basis, Leihausrüstung und Kompressor
sicher nicht wie in einem PADI-5* Ressort, aber alle
sicherheitsrelevanten Details sind vorhanden und in Ordnung - mehr
brauchen wir nicht.
Organisation auch eher kroatisch, Treffen irgendwie und ungefähr
zwischen 9 und 10h. Abfahrt dann wenn die letzten da und fertig
sind. Rückkehr wie sich es halt nach individuell unterschiedlich
langen Grundzeiten ergibt. Wer einen strikteren Terminplan mit 8:45
Treffen, 9:00 Abfahrt, 10:00 im Wasser 10:45 draußen, 11:15 zurück
... möchte sollte besser auf eine der deutsch geführten Basen gehen.
Dort läuft er auch nicht Gefahr, dass Typen wie wir 30 Minuten in
der Deko hängen und erst nach 80 Minuten wieder aus dem Wasser
kommen :-)
Das Boot von Nadi Scuba ist flach und breit. Mit 2 * 365 PS läuft
es selbst bei gedrosselter Fahrt flott und sehr ruhig dahin. Eine
Plattform am Heck und die stabile Leiter ermöglichen Ein- und
Ausstieg auch mit größtem Gerät. An Wochenenden und in der
Hochsaison haben vielleicht 20 Leute Platz. Mitte Juni, nachdem
ungewöhnlicher Weise etwas schlechteres Wetter war, fuhren Sie mit
uns auch mal mit nur 3 Tauchern zu einem Wrack raus.
Fazit: Der geeignete Platz für erwachsene, selbständige Taucher, die
keinen Guide und kein Kindermädchen brauchen, wissen was
sie erwartet und einfach nur in Ruhe tauchen wollen. Auf meiner
persönlichen von 0 -100% reichenden Skala war das "Nannyfaktor = 0%"
- also super!
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Tauchplätze |
Die Tauchplätze sind 0,5 bis 1,5h Stunden entfernt und
von den Formationen, Bewuchs und Fisch her ganz nett, aber nicht mit dem Roten Meer oder den Malediven
vergleichbar. Hier nach Rovinj kommen wir sowieso, wie die meisten,
wegen der tollen Wracks. |
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Giuseppe Dezza TA35, das Kanonenboot: Liegt in 35m aufrecht
auf dem Grund. Heck und Bug sind auseinandergerissen und liegen
außer Sichtweite ca. 80m von einander entfernt. Auf dem ca. 40m
langen Heckdeck sind noch zwei größere Maschinenkanonen und eine
4ling MK gut erhalten. Alle Läufe sind gen Himmel gerichtet, was
aber nichts mit der Untergangsursache zu tun hat. Das Schiff lief
1944 auf eine Miene. Der Rumpf ist ca. 5-8m hoch. Man kann nicht
hineintauchen. Wenn man den Kopf durch die Deckluken steckt sieht
man, dass innern alles voller Schlick und Sand ist. An der total
aufgerissenen Bruchkante mit scharfkantigen Metallfetzen kann man
etwas ins innere rein leuchten. Die Schiffshülle ist mittlerweile
komplett mit einer 2. Haut aus Muscheln, Schwämmen und Algen
überwachsen. Erst sieht alles grün-grau aus, mit der Lampe
angeleuchtet erstahlt es in hellen Braun-, Rot- und Orange-Tönen. |
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Istra, der Frachter oder Hans Schmitt, ein
Passagierschiff: Länge ca. 70m, Tiefe 40m, Oberkante ca. 28m. Der
Bug durch eine Miene oder Kollision komplett vom restlichen Rumpf
abgetrennt, liegt aber unmittelbar 10m davor. Die Laderäume sind von
oben offen und mit entsprechender Vorsicht betauchbar, aber bis auf
Schlick und Sand leer. Das Wrack ist teilweise mit Resten von
Fischernetzen überdeckt. Neben dem Rumpf liegt noch eine
Fliegerbombe, wahrscheinlich in späteren Zeiten versenkt. |
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Baron Gautsch, österreichischer Passagierdampfer August 1914
zum Beginn des 1. Weltkrieg durch eigene Mine gesunken. 85m lang,
12m breit, aufrecht auf 40m im Sand. Die Brücke und Kamine sind
zwar eingestürzt, aber der Rest der Aufbauten ist noch gut erhalten.
Man kann sehr gut durch die offenen Oberdecks hindurch oder die
teilweise überdachten Gangways entlang tauchen. Um weiter ins innere
vorzudringen, fehlen uns Ausrüstung, Ausbildung, Mut und Zeit. Der
Schiffsrumpf und die Metallgerippe sind ebenfalls über und über
bewachsen und scheinen bunt m Licht der Lampen. Im Schiffsrumpf und
drum herum tobt das Leben: Krebse, Langusten, Kongeraale, Dorsche
und richtige Schwärme anderer Arten. |
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Daneben noch ein paar kleine
Steilwände wie "Saline" und Inselchen mit netten Grotten und
kleinen Höhlen, insbesondere die "Banjole". Die kurze
Anfahrzeit und die geschützte Lage empfehlen sie für Nachmittags
oder schlechtes Wetter. |
Sonstiges
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Als Bestimmungsbuch für Pflanzen und Tiere im Mittelmeer
gefällt mir "Was lebt im Mittelmeer" aus dem
Kosmosverlag (ca. 25€, siehe
Beschreibung
in Unterwasser.de) sehr gut.
Das
Buch "Tauchen in
Kroatien" von Ivana Ostoic hatten wir zwar als Erinnerung
früher schon gekauft, es gibt aber nicht so viel her und die
Auswahl der Plätze ist recht selektiv. |
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Links
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Weiterführende Links:
Speziell Tauchplatzbeschreibungen und Bilder
Bilder gibt's hier im Fotoalbum Kroatien oder
hier als automatische ablaufende Dia-Show. |
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