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Cocos Island - Costa Rica, Okt. 2007
Planung
&
Anreise

Karte Cocos Island
GNU Lizenz, WikiPedia |
Allgemeines:
Cocos Island ist eine ca. 3 x 6 km große
Insel 500 km westlich vor Costa Rica im Pazifik. Bis auf die Marine
Park Ranger und ein paar Wissenschaftler ist die Insel unbewohnt.
Schroffe Felsen und nur wenige Buchten, Berge bis 900m hoch, ein kaum
zu durchdringender tropischer Regenwald und viel Süßwasser machten
sie zum idealen Rückzugsgebiet für Piraten und zur Heimat vieler
fantastischer Geschichten, wie angeblich dem Roman Schatzinsel von Robert Louis Stevenson. Der Dschungel der Insel war auch
Schauplatz der Dreharbeiten zu
Jurassic Park von Steven Spielberg. Die Insel gehört zur
Provinz Puntarenas des Staates
Costa Rica. Das nur 300 km lange Land liegt zwischen
Nicaragua im Norden und Panama im Süden im Zentrum Mittelamerikas.
Seine ca. 120 km Breite erstreckt sich zwischen der Karibik im Osten
und dem Pazifik im Westen. Die 4 Mio. Einwohner haben ein hohes
Bildungsniveau und sind vergleichsweise wohlhabend. Der Staat blick
auf eine lange demokratische Tradition zurück und hat in den 50ger
Jahren das Militär komplett abgeschafft. Mit seiner guten
Infrastruktur, der freundlichen Bevölkerung, seinen Küsten und
Stränden, hohen Bergen und Vulkanen, tropischen Regen- und
Nebelwälder und der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt bietet sich
das Land als öko-freundliches Reiseziel für Individualreisende an.
Weiße Sandstrände und schöne Bademöglichkeiten findet man an der
Pazifikseite aber kaum.
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Sicherheit: Costa Rica ist ein sicheres Reiseland.
Kleine Diebstähle oder Einbrüche kommen schon mal vor, wie die vielen
Gitter an den Häusern und Vorgärten zeigen, aber Gewalttätigkeiten
oder Überfälle sind praktisch unbekannt. Der Straßenverkehr ist
gesittet, wenn auch öfters laut und Abgas reich. Das Tempolimit von
80 km/h auf Überlandstraßen gilt für Einheimische allerdings nur
während der Dienstzeiten der Polizei von 8:00 bis 17:00h. |
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Klima und Reisezeit:
- an Land: Es gibt eine Regenzeit von Mai bis Oktober
und eine Trockenzeit von November bis April. Die
Tageshöchsttemperaturen liegen in San Jose zwischen 25 und 32°C,
die Durchschnittstemperaturen zwischen 19 und 21°C. In den
Bergen ist es je nach Höhe deutlich kühler.
- im Wasser: Wassertemperatur betragen in der Regel 24
bis 26°C. Vereinzelt gibt es richtig als Schlieren kenntliche
kalte Strömungen mit 19 bis 20°C. Als Anzug waren mir mein 5mm
mit Kopfhaube, selbst bei 4 Tauchgängen pro Tag, ausreichend.
Handschuhe sind erlaubt und zum Festhalten bei starker Strömung
ratsam.
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Kosten: Costa Rica ist als Reiseland nicht billig aber
bezahlbar. Preise z.B. für Abendessen im Restaurant inklusive
Getränke variieren von ca. 10 bis 30 US$ pro Person. Die lokalen
Biersorten Imperial, Bavaria Gold und Bavaria Negra
sind preisgünstig und trinkbar. Für Ausflüge und Tagestouren muss
man auch vor Ort schnell mal 40 - 100 US$ löhnen. Billiger geht es
mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Eigeninitiative. Die Kosten für Cocos Island
als Tauchziel liegen an meiner oberen Schmerzgrenze. |
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Planung: Auf der Boot 2007 hatte
Tauchreisen Roscher ein für Cocos noch vergleichweise
günstiges Angebot mit einem Komplettcharter der Okeanos Aggressor im
Programm. Nach der Endabrechnung mit zusätzlich 4 Tagen Costa Rica,
davon 3
Tagen Tauchen in Coco Beach, Spritzuschlag(?), Nitroxzuschlag,
"obligatorischem" Trinkgeld, Naturparkgebühren usw. stand dann aber
doch eine 4 vorne zu Buche. Die kurze Tour mit nur 5 statt 7 Tagen
Tauchen auf Cocos war uns völlig ausreichend. Der Komplettcharter durch den deutschen Veranstalter hatte den
großen Vorteil, dass sich bei ausschließlich Deutschen und
Österreichern an Bord Diskussionen über Tauchwünsche und die
Klimaanlage im Salon einfacher gestalteten und insgesamt eine recht
nette Truppe beisammen war.
Der Flug über Madrid mit
der spanischen
IBERIA ist bezüglich Reisezeiten, guten Anschlüssen und
großzügigen Gepäck-Freigrenzen (56 kg/Pers.!) optimal. Bei Service
und Qualität des Fluggerätes (uralter Airbus A-340 mit total
durchgesessenen Sitzen) muss man leider deutliche Abstriche machen.
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Vulkan Arenal

Nebelwald :-) |
Stationen, Städte und Sehenswürdigkeiten:
-
Arenal: Der 1.600m hohe Vulkan gehört zu den aktivsten
der Erde. So schöne Bilder mit Lavaströmen
(wie hier auf WikiPedia) sieht man aber eher
selten. Die gefährdeten Zonen sind mittlerweile unbewohnt und
dürfen nicht betreten werden, so dass man den Krater nur von
Ferne und unten betrachten kann. Die ganze Gegend ist
touristisch sehr gut erschlossen. Es gibt jede Menge Hotels und
Restaurants aller Preisklassen und eine Menge "wellness"
und Freizeitangebote wie Thermalbäder, Wander- und Reitwege,
Dschungelpfade und Hängebrücken.
- Playas del Coco: Der kleine Ort bietet einige (mehr
oder weniger malerische) Hotels, Restaurants, Bars und
Geschäfte. Die größeren Attraktionen liegen sicher außerhalb des
Ortes unter der Meeresoberfläche. In 1/2 bis 2 Stunden
Bootsfahrt erreicht man landnahe Pazifiktauchplätze der
Oberklasse.
- Cocos Island: Fern jeglichen Festlandes, 550km
westlich vor Costa Rica liegen sie - Spitzentauchplätze des
Pazifiks. Für viele Taucher ein Traum, für Fans von Großfischen
und insbesondere von Hammerhaien einer der allerbesten Plätze
weltweit.
-
San Jose: Die Hauptstadt und Umgebung bietet touristisch
und kulturell nicht all zu viel.
-
Monte Verde: Die Nebel- und Regenwälder sollen sehr
schön sein - wir hatten leider keine Zeit.
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Dauer für An- und Weiterreise:
- München - Madrid - San Jose: Abflug 8:00h MUC, 2,5 Stunden
Flug und Umsteigeaufenthalt von nur 2 Std. in MAD. Nach 11
Std. Transatlantikflug Ankunft um 15:30h Ortszeit in San Jose, bei 8
Stunden Zeitverschiebung.
- . . . è Arenal:
ca. 3 Std. auf kurvigen und schlechten Landstraßen im Kleinbus
über die Berge.
- . . . è Playas del
Coco: Wieder über malerische Bergstrecken ca. 3 Std.
- . . . è Puntarenas:
Weitere 2 - 3 Std. Autofahrt, teils auf den Schnellstraße N1.
- . . . è Cocos Island:
Die Überfahrt auf dem Tauchkreuzschiff startet um 16:00h. Nach 32
- 36 Std. Überfahrt erreicht man etwas bleich und glücklich in der
nächsten Nacht die Ankerbucht Chatham Bay vor Cocos
Island.
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Unterkunft &
Verpflegung
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Arenal,
Hotel Paraiso: Die weitläufige Hotelanlage besitzt über
100 Zimmer in Form von unterschiedlich großen und verschieden
teuren Doppelbungalows. Sie sind in einem parkartigen Areal in mehreren
"Clustern" so verteilt, dass man von jedem aus freie Sicht auf den Vulkan
hat - wenn der nicht gerade durch Wolken verdeckt ist. Damit das ganze
trotz herrlicher Blumen, Blüten und Bäume nicht zu romantisch und den Vorstellungen der hauptsächlich nordamerikanischen
Besucher gerecht wird, gibt es Zufahrten und KFZ-Stellplätze
für jedes Häuschen. Die Einrichtung ist komfortabel und
geschmackvoll. Klimaanlage obligatorisch, aber überflüssig und
abschaltbar.
Auf dem Gelände gibt es ein schönes, geräumiges, luftiges
Restaurant (ohne Aircon). Dort wird auch das reichhaltige
Frühstück mit Zutaten für Gäste aller Geschmäcker gereicht - von
Rührei, Speck, Würstel und Tost bis zu Reis, Bohnen und Früchten.
Es werden verschiedene Freizeitaktivitäten und Touren angeboten.
Wer nur entspannen will kann die verschiedenen Pools, von
türkisblau bis schwefelgelbgrau, kostenlos nutzen. Ein relaxter
Reisebeginn... |
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Playas del Coco,
Hotel Coco
Beach: Vorneweg - das Hotel ist nicht schlecht. Die
Zimmer sind geräumig, sauber und gut ausgestattet (Bad mit
Dusche und WC, TV, Telefon, Fön ...). Das Restaurant ist gut und
preislich im Rahmen. Eine Portion Spagetti für 12 US$ wundert,
das sehr gute Filetsteak für 15 US$ freut den Geldbeutel und
die Geschmacksnerven. Und das Beste - die Tauchbasis liegt direkt
am Hotel. Nun
der Haken - die Zimmertüren gehen alle nach vorne auf einen 1 m
breiten Gang im EG oder Balkongang im 1.Stock. Direkt davor der
große Parkplatz und die Hauptstraße des Ortes. Verkehrslärm und
Gestank relativieren sich etwas weil in der Nacht zwischen 12 und 6h
wenig im Ort los ist. An Wochenende soll es aber schlimmer
sein. Am besten sind die Zimmer 20 - 25 oben hinten, sie haben den Swimmingpool
und ein paar Palmen vor den Fenstern. |
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Cocos Island,
Okeanos
Aggressor: Das 35m lange, 8m breite Stahlschiff bietet
für 22 Taucher sehr viel Platz. Unter Deck befinden sich 1
Vierbett- und 6 Zweibettkabinen. Alle ausgestattet mit
Waschbecken, Dusche, Toilette, nicht regulierbarer Klimaanlage,
Fernseher und DVD-Spieler. In den Doppelkabinen ist jeweils ein
breites Bett unten mit einer schmalen Koje darüber. Die Räume
sind unterschiedlich groß, teilweise richtig geräumig! Auf der
Ebene des Hauptdecks befindet sich der Speiseraum und der große
Salon. Ebenfalls mit DVD-Spieler, riesigem LCD-Monitor,
Stereoanlage und Zwangs-Aircon.
Draußen dann weitgehend überdacht, das sehr geräumige Tauchdeck
mit großen freistehenden, mehrstöckigen Tischen für Kameraablage
und zum Herumhantieren an Foto- und Videoapparaten. Jeder Gast
hat einen festen Platz mit Staubox für das frei herum fahrende
Tauchzeug und ausreichend Platz zum Aufhängen des Anzugs.
Flaschen, Jackets und Automaten sind fest auf den beiden
Schlauchbooten untergebracht. Zwei Süßwasserduschen
vervollständigen das durchdachte Tauchdeck.
Auf dem 1. Oberdeck befindet sich eine mit Teppich belegte
Freifläche zum Sonnen und ein überdachter Teil mit
Schattenplätzen, wohin sich ein Teil der Gäste vor der auch an
bewölkten Tagen recht gefährlichen Äquatorsonne flüchten kann.
Die im Internet mancherorts beworbene Zapfanlage mit Fassbier
ist mittlerweile außer Betrieb. Dafür ist eine Kühltruhe mit
ausreichend Wasser, Bier und Limonadengetränken (alles inklusiv) in
Reichweite.
Neben der Brücke und Räume für den Kapitän befinden sich noch 3
geräumige Doppelkabinen auf dem Oberdeck. Diese sind heller und
etwas luftiger als die im Untergeschoss, aber bei Seegang
schaukelt es mehr. Da man kein Fenster öffnen und die
Klimaanlagen teilweise nicht abschalten kann, ist das Raumklima
leider auch dort nicht besonders angenehm. Das 2.Oberdeck ist
reines, natürliches Sonnenstudio und wurde von mir gemieden.
Das Essen war gut und abwechslungsreich. Viel Salat und Gemüse,
als Sättigungsbeilage Reis, Nudeln und Kartoffelbrei, als
Eiweißlieferant Fisch, Geflügel und Rindfleisch. Zur Nachspeise
etwas Obst und viel Eis. Auswahl und Zubereitung orientieren sich
am nordamerikanischen Geschmack.
Der Zustand
des Schiffes insgesamt war leider lange nicht so gut wie es die
Werbepropaganda, das Eigenlob und der Preis hatten vermuten
lassen. An einigen Stellen geht der Lack doch (wörtlich) ab.
Die Fahreigenschaften sind nach meiner laienhaften,
unseemännischen Einschätzung auch eher mäßig. Obwohl nur mittlerer
Wellengang war, rollte das Schiff ordentlich. Es scheint auch
"kopflastig", was dazu führte, dass es manchmal vorne tief
eintauchte und dann abrupt abbremste. Von den 20 meist recht erfahrenen
Tauchgästen zeigten mehr als 2/3 deutliche Symptome von
Seekrankheit und schluckten eifrig Reisepillen.
Sehr positiv
gefiel uns die freundliche, kompetente und allzeit hilfsbereite
Crew. Besonders hervor zu heben Kapitän und Tauchführer Alberto
("Beto"), Wilbert der Steward und Anibal der Bootsführer
vom 2.Schlauchboot, also "panga dos"
auf spanisch.
Neben der Okeanos operieren noch die "Seahunter" und die "Underseahunter"
in den Gewässern um Cocos. Die beiden sollen in besserem Zustand
sein, kosten allerdings noch etwas mehr. |
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San Jose (nahe Airport),
Hotel
Buena Vista: Das Hotel liegt am Rande der
Kleinstadt
Alajuela, ca. 9 km vom Flughafen und 30 km von San Jose entfernt. Die 20 Zimmer verteilen
sich auf zwei Etagen und sind schön und ausreichend groß. Die
Lage ist sehr ruhig. Im Innenhof ist ein kleiner Swimmingpool
mit Terrasse und Liegestühle. Daran schließt sich ein kleiner
Garten mit Grünfläche an, der in einen Orangen- und Kaffeehain
übergeht. Das Restaurant ist ganz OK, die Steaks etwas dünn
geschnitten. Alles in allem ein ruhiges Plätzchen, um mit etwas
Lesen und Entspannen den zwischengeschobenen Wartetag rum zu
kriegen.
Als Ausflugsziele bieten sich u.a. der Zoo an (15 US$ Eintritt, Meinung
der Mitreisenden dazu sehr geteilt) oder der 40 km entfernte
Vulkan Poas. |
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| Tauchen
... Basis...
... Betrieb ...
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Playas del Coco,
Deep Blue Diving: Das von Franziska und Oliver geführte PADI
Gold Palm Dive Resort liegt an der Hauptstraße von
Playas del Coco auf
dem Gelände des Hotels Coco Beach. Es gibt einen klimatisierten
Schulungsraum, einen "service desk" in Form eines Kiosks und einen Lagerraum für das Equipment.
Bei Vorbereitung und Organisation verbindet sich "deutsche"
Gründlichkeit und Sauberkeit mit der von Amerikanern erwarteten
Dienstleistungsorientierung. Konkret - man braucht sich um die
Ausrüstung nicht zu kümmern. Am Anfang des Aufenthaltes gibt man
sein Tauchzeug bei der Basis ab. Alles wird verstaut, zu den
Tauchgängen vorbereitet und montiert und auf 's Boot gebracht. Nach
dem Tauchen geht alles automatisch zur Basis zurück, wird mit
Süßwasser gespült, getrocknet und verstaut.
Die Tauchgänge werden als "two tank"- Ausfahrten angeboten. Man
trifft sich relativ früh an der Basis (7:30h bei weiteren Fahrten
von 1 - 2 Stunden, 8:00h bei den so genanten "local dives" mit
Anfahrten bis ca. 30 Minuten). Nach 5 Minuten Fußweg von der Basis
zum Strand setzt man per Dinghi zum Tauchboot über. Das große
Hartschalenboot mit Sonnendach bietet ausreichend Platz und
Schatten. Die Pausen zwischen den Tauchgängen sind mit 1 - 2 Std.
ausreichend. Es gibt Wasser, Früchte und Kekse an Bord - alles
inklusive. Gegen 14:00 - 15:00h ist man zurück an der Basis.
Die Tauchgebiete sind typisch für den östlichen Pazifik. Wenig
Korallen, viel Felsen, nicht besonders gute Sicht (4 - max. 15m),
mittlere bis stärkere Strömung und wirklich viele Fischschwärme. Größere
Meersbewohner gibt es in Form von Adlerrochen, Stachelrochen, manchmal
Mantas, Weißspitzenriffhaie, zu bestimmten Zeiten an einzelnen Plätzen
Bullenhaie (die hatten wir nicht, den Rest schon) und Seepferden. In
schummerigem grün-grau, von der Strömung gebeutelt, in Mitten von
tausenden Schnappern oder Gelbstriemen - das hat schon was. Aber man
darf nicht die bunten Riffe und das blaue Wasser des Roten Meeres oder Indopazifiks erwarten.
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Cocos Island,
Okeanos
Aggressor: Das Tauchen auf der Okeanos ist sehr gut organisiert.
Die Reisegruppen werden fest in zwei Gruppen unterteilt. Flaschen mit
montierter Ausrüstung bleiben auf den jeweiligen Zodiaks und werden dort befüllt. Nitrox kostet 100 US$ Aufpreis, ist aber praktisch unumgänglich,
wenn man nicht 10 Minuten vor allen anderen das Plateau mit der ganzen
Hai-Action verlassen will. Die 4 Tauchgänge pro Tag finden um 8:00h,
11:00h, 15:00h und 18:30h statt. Die maximale Tiefe beträgt 35 - 40m,
die Durchschnittstiefe ist relativ hoch, weil man oft lange Zeit
zwischen 30 und 35m verbringt. Die Tauchzeit ist auf 55 Minuten tags und
35 Min. bei Nacht-TG. beschränkt.
Die Tauchplätze sind von der Ankerbucht per Schlauchboot in 5 bis
20 Minuten zu erreichen. Das Gerät wird unter tatkräftiger Hilfe von
Guide und Bootsführer erst am Tauchplatz angelegt. Es ist kein
strenger Rudelzwang, wer mit seinem Buddy schneller oder langsamer
schwimmen und fotografieren will, kann das problemlos machen. Vor dem Auftauchen Boje
setzen und das Boot sammelt einen dann wieder auf. Das noch im
Internet beschriebene Funkpeilsendersystem als Sicherheitsausrüstung
wurde angeblich wegen Unzuverlässigkeit wieder abgeschafft.
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Fauna & Flora ...
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Korallen: Laut Artenzählung gibt es 35 Korallenarten. Die
meisten Stein- und Hartkorallen sind eher farbarme Arten. Die Riffe sind i.d.R. Felsrücken, Unterwasserberge oder Inselsockel, mit Algen oder Schwämmen überzogen.
Nun ist ja die ganze Region vulkanischen Ursprungs. Allein Costa Rica besitzt neben 9 aktiven rund 200 schlafende oder
erloschene Vulkane! Auch Cocos Island ist ein riesiger ehemaliger
Feuerberg. Die heiße erdgeschichtliche Vergangenheit legt Zeugnis ab durch dunkles Gestein, Kiesel und Sand in allen
Grau- und Brauntönen - über wie unter Wasser. Das ist dann auch die
vorherrschende Farbe der meist plattenförmig wachsenden
Steinkorallen. Zusammen mit den oft eingeschränkten
Sichtverhältnissen entsteht manchmal eine richtig mystische
Atmosphäre.
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Großfisch: Cocos Island - Weißspitzenriffhaie
(WSR) in großer Zahl sind
garantiert, Hammerhaie (HH) praktisch auch - deren Zahl schwankt zwischen
einigen bis zu dreistellig. Galapagoshaie (GH), Silberspitzenhaie, Stachelrochen (SR), Adlerrochen (AR), Makrelen, Muränen,
Schildkröten (SK), Thun, Wahoo und einiges mehr sind regelmäßig
anzutreffen. Je
nach Jahreszeit (eher August) gibt es auch Walhaie und Mantas. |
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Kleingetier: Einzelne Schnecken, gelbe Seepferde (nicht ...chen) und
viele riesige Langusten gibt
es auch, aber dafür geht man besser wo anders hin. VBF
(viele bunte Fische): Nicht so bunt, aber teilweise tausende.
Makrelen, Füsiliere, Gelbstriemen ...
Sonstiges: Wale (Humpback = Buckelwale, und Pottwale) an der Oberfläche
bei der Überfahrt.
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... Plätze C.R...

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Local dives, Playas del Coco: In Entfernung bis zu 30 Minuten
Bootsfahrt bietet Deep Blue Diving eine größere Zahl
unterschiedlicher Tauchplätze an. Bei moderaten Tiefen und
eingeschränkten Sichtweiten sowie mäßiger bis starker Strömung sind
sie gut geeignet, um sich mit den typischen Gegebenheiten des
östlichen Pazifik vertraut zu machen und sich für die kommenden
großen Abenteuer optimal vor zu bereiten.
Mit vielen Felsen und wenigen Korallen sind die vorherrschende
Farbtöne Grün, Rot, Braun, etwas Gelb und etwas Grau. Die Fische
sind nicht so bunt wie im Roten Meer oder der Karibik aber oft sehr
zahlreich. Schwärme, ja manchmal richtige Wolken von Süßlippen,
Gelbstriemen, Makrelen und anderen wogen in Strömung und Dünung |
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Catalina Island: Tagesausfahrt, mit kräftigem Aufpreis
(auch schon egal) aber durchaus lohnend. Bei Sichtweiten von 4 - 12m
und etwas Strömung waren wir zuerst mit der Gruppe einem Guide
zugeordnet. Da das zum Fotografieren wenig Sinn macht, schlossen wir
uns beim 2.TG in lockerem Verband Oliver, dem Basenleiter, und Gerald, dem
Fotoprofi (s.o.) an. Die Unterwasserlandschaft entlang der Felsinsel
ist geprägt von kleinen Wänden, Felsblöcken, Kanälen und Schluchten.
Im Flachbereich spült die Dünung die Taucher 10m vor und 8m zurück.
Zwischen den Felsen gibt es etliche WSR, SR und VBF zu sehen. Toll und für
die Jahreszeit wohl ungewöhnlich war das plötzliche Auftreten von 10
größeren Mantas. Schon beim Anlaufen der Insel sahen wir vom Boot
aus mehrere Tiere mit voller Größe aus dem Wasser springen.
Unterwasser dann kamen aus dem Grau heraus einzelne, bis zu 4m große
Exemplare auf Greifweite heran. Während der anschließenden
Oberflächenpause konnten wir auch noch mit ihnen schnorcheln. |
| Bat Island: Diese Inselkette zieht sich, 2 Stunden
Bootsfahrt von Playas del Coco entfernt, mit zig Inseln über mehrere
Kilometer. Der erste Tauchplatz war ganz an der äußersten Spitze.
Bei aufkommender stärkerer Strömung und einer mittleren Sicht von 5
- 10m gab es jede Menge Kaiserfische, Oktopusse, Zackenbarsche,
Makrelen und große Büffelkopfpapageifische. Neben den üblichen Algen
bewachsenen Felsen, gab es hier auch ein paar Korallen zu sehen.
Der zweite TG, schon wieder eine Fahrstunde zurück, aber auch noch
zu den Bat Islands gehörend, war ein Unterwasserberg. Von 60m Tiefe
bis 2m über den Wasserspiegel steigt die unten ca. 50 und oben 10m
durchmessende Feldnadel empor. Eine Gruppe von 30 Adlerrochen
fliegt ruhig gegen die Strömung unter uns vorbei. Schwärme von
Fische kreisen in der Strömung. |
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... Plätze Cocos... |
Cahtham Bay: Hauptankerplatz der Okeanos. Ruhige, 15m flache
Buch. Die Felsen der Insel Cocos laufen unter Wasser langsam aus und
gehen in Sand über. Dort findet der "Checkdive" zum richtig
ausbleien und i.d.R. ein Nacht-TG statt. In den Felsen verstecken
sich einige Muränen, große Langusten und Oktopusse, es gibt einige
WSR und SR (Abkürzungen siehe oben bei
Großfisch) sowie einige kleinere Fische. Nacht-TG eher
langweilig. |
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Isla Manuelita: Die nahe der Ankerbucht gelegene ca. 500m
lange und 100 m breite Felsinsel bietet 3 verschiedene Tauchplätze.
Die ruhigere Ostseite ist der Mega-Nachttauchplatz. Der
Inselsockel läuft langsam in Tiefen zwischen 10 - 20m aus. Etliche
Blöcke, kleine Steinhaufen und Unterstände sind Schlafplatz für die
kleineren Fische und die Jagdgründe für hunderte in der Nacht
hyperaktive WSR. Szenen wie in dem fantastischen BBC Naturfilm
Blue Planet mit 100 total hektisch im Riff rumfetzenden Haien
haben wir dort live erleben dürfen. Wichtig dabei war, dass wir bei
diesem Tauchgang nur wenige Taucher waren, 2 mit großen Lampen zur "Gefechtsfeldbeleuchtung"
und 4 Fotografen mitten im Gewusel der Haie. Wenn nur ein kleiner
Bereich des Platzes ausgeleuchtet wird sammeln sich alle Haie an
diesem "hot spot". Die rauere und strömungsreiche Westseite fällt
steiler auf 40m ab um dort in Sandgrund über zu gehen. Auf diesen
Sandflächen kreisen oft Gruppen von 10 - 50 HH. Einzelne kapitale
Weibchen maßen sicher gut über 3m. Sie warteten dort bis an den
Putzerstationen zwischen den Felsen des Inselhanges wieder
Servicekapazitäten frei wurden, um dann sehr nahe an uns hinter
Felsblöcken kauernden Taucher heran zu kommen. Die anschließende
Streitfrage "rechts die Wand entlang" also nach Norden oder
gleich "links um die Südspitze herum", bedeutete bei uns die
Wahl zwischen etlichen prächtigen Galapagoshaien auf der einen und
Mantas und SR auf der anderen Seite. |
| Punta Maria: Ca. 15 Fahrminuten entfernt, auf 25 - 30m
liegt dieses Tiefplateau. Am einem Ankerseil entlang, hangelt oder
zieht man sich problemlos auch gegen Strömung hinab. Unten sucht man
Deckung hinter Felsblöcken und wartet auf die Aktion. Oktober war
offensichtlich eine gute Zeit für HH und so kamen sie in Scharen zu
20, zu 50 zu 100 Exemplaren - Wahnsinn. Bei guter Sicht kann man in
30 - 50m Entfernung zwei Felsnadeln ausmachen die dann auf 15m hoch
reichen. Bei wenig Strömung schwammen wir auch dort hin. Zum Ende
des Tauchgangs steigt man mit Buddy oder in der Gruppe langsam im
Freiwasser auf. Rechtzeitiges Setzen der Boje vor dem
Sicherheitsstopp signalisiert dem oben wartenden Schlauchboot wo die
Kundschaft dann wieder auf zu lesen ist. |
| Viking Rock: Nichts besonderes an diesem Platz, d.h. 15
HH, 5 SK, großer GH, SR, Igel, Koffer, Muränen... |
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Dirty Rock: Oben pfui, unten hui. Eine über Wasser
ziemlich beschissenen Insel. Von tausenden Vögeln ganz weiß
getüncht. Es stinkt entsprechend, also nichts wie abtauchen. Der
kleine runde, von -60 bis +40m reichende Felskegel könnte bei einem
Tauchgang bequem umrundet werden, wäre da nicht die oft starke
Strömung. Egal, auf einer Seite ist immer Windschatten und da geht
es erst mal auf 35m runter. Deckung suchen und nicht lange warten -
schon beginn die "action". Wenn es die Bedingungen zulassen
kann man noch zu einer 2. Felsspitze queren, die vom Grund auf 18m
Tiefe emporsteigt. Dort versammelten sich zigtausende Makrelen zu
einem riesigen Schwarm der mit 10m Durchmesser von 18m Tiefe bis an
die Wasseroberfläche reichte. Ein paar von uns schwammen mitten
hinein und die silberne Wolke schloss sich um uns. Kein Boden, kein
Fels, Keine Oberfläche mehr zu sehen - nur noch Fisch um uns. |
| Isla Pajara: Nicht so dramatischer Platz. Felswand, geht
bei 35m in ebene Sandfläche über. Die Fläche steigt der Insel
entlang langsam auf 20m hoch. Auf dem Sand viele Rochen, einzelne
HH, ein Manta und ein Silberspitzenhai. Dann um die Ecke rum zwar
nur noch 20m tief, aber die Felswand fast senkrecht. |
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Alcyone: Der spektakulärste und schwierigste Tauchplatz. Ein
200m langes Plateau in der Tiefe von 28 - 38m, mit Abfall auf über
100m. Total Hai-fanatischen Mitreisende, Nadine und Michael aus
München (hier auf
Sharkproject einige spektakuläre Haibilder von Nadine), kannten
den Platz und wollten gleich am 2. Tag und möglichst oft dort hin.
Wir hatten erst noch Bedenken, weil einige in der Gruppe doch nicht
ganz 100% fit und geeignet für so einen exponierten Platz schienen,
aber es klappte dann doch alles völlig ohne Probleme.
Trotz einmal wirklich so heftiger Strömung, dass man sich kaum am
Seil runter ziehen konnte erreichte unsere Gruppe geschlossen und
erwartungsfroh den Felsenunterwasserberg. Wir kauerten uns hinter
Felsblöcke, ignorierten die zig WSR und SR und warteten. Und
warteten. Und warteten. Nach vielleicht 15 Minuten wurde es mit dann
zu langweilig, ich verließ meinen Platz in der ersten Reihe am
Abgrund und setze an zur gegenüberliegenden Seite des Plateaus zu
schwimmen. Nach ein paar Metern blickte ich zurück, um zu sehen ob
meine Tauchpartnerin nachkommt. Der Mund blieb mir offen stehen,
fast wäre mir der Automat raus gefallen - eine Wand 100, 150
Hammerhaie kommen direkt über die Kante hoch. Einer
neben dem anderen, dicht an dicht, der ganze "Horizont" eine
Wand aus HH. Langsam zogen sie nach oben, kreisten und entfernten sich
gemächlich.
Auch bei den anderen Abstiegen hier hatten wir etliche bis viele
HH, SR, WSR und einzelne Schwärme von Schnappern oder Füsilieren
(?). Ein toller Platz. Das Riff selbst? Keine Ahnung, da hab ich
nicht drauf geachtet. |
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Fazit Playas del Coco: Zum Eintauchen in Land und Pazifik
gut geeignet. Strömung, Fischschwärme, Stachel- und Adlerrochen toll
und zahlreich. Die 10 Mantas überraschend (auch für Oliver) und eine
super Dreingabe. ... Cocos Island: Hunderte Hammerhaie, zig Weißspitzenriffhaie und
Stachelrochen, riesige Schwärme Makrelen - dafür waren wir gekommen und
genau das haben wir bekommen
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