Lot Okt.2011

Höhle - Lot, Frankreich Okt. 2011

Im Oktober 2011 waren wir - Monika und Helmut - zum 6. mal Höhlentauchen im Lot. Einige Bilder dazu hier im Fotoalbum.
Informationen finden sich in den ersten Berichten (Links siehe oben). Hier nur das Reisetagebuch - mehr als Erinnerung für uns selbst.
So. 9. - Abfahrt
Bild, ohne Titel
Unterwegs
11:30h Abfahrt - zu spät für Beaune. Über Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Mühlhausen nach Isle de Doubs. Den bekannten Stadtcampingplatz erreichen wir gegen 18:15h. Kein Mensch weit und breit - nur ein einsames Zelt, also stellen wir uns daneben.

Noch schnell 2 Pizza zum Mitnehmen für 20€ beim einzigen Restaurant das noch auf hat - ein trauriges Nest war der Ort ja schon immer…

Mo. 10. - Fahrtag
Bild, ohne Titel
Haus 17
Um 8:30h immer noch niemand an der Rezeption. Aber die Ausfahrt ist versperrt. Der mürrische junge Mann, den wir mit Hupen aus dem Bett holen meint wir hätten uns da nicht hinstellen dürfen und kassiert 20€. Wir zahlen, um rauszukommen, und ärgern uns über die Abzocke… Wenigstens Tanken, Einkaufen und Frühstücken im Intermarché verlaufen positiv. Obwohl die Stadt regnerisch, grau und triste aussieht sind die Menschen sehr freundlich.

Über Beaune und Moulins geht es durch die herbstliche Auverne. Das Wetter wird immer besser, die Sonne wärmt noch stark und verwandelt die Landschaft in rot-gold-braune Gemälde unter tiefblauem Himmel.

Um 17:00h erreichen wir die Ressel bei Marcilhac. Die kurze Besichtigung zeigt die Celé in absolutem Tiefstand. Taucher aus eine Gruppe aus PI, IZ & GT (wohnen Haus 21) geben uns eine erste Lagebeschreibung.

Gegen 18:00h erreichen wir die Domaine de Gayfié und beziehen das Haus 17.


Di. 11. - Ressel

Bild, ohne Titel
Ressel, Parkplatz

Der Wecker klingelt um 7:00h. Wir ignorieren ihn, es ist noch dunkelgrau. Gegen 9:00h gemütlich aufstehen, frühstücken, ganz langsam packen. Um 11:15 Abfahrt zur Ressel. Die von Haus 21 sind schon da plus Urs Anliker mit einem Kurs (BE, ZH). Auch Annerose ist dabei - mit ihrem neuen Rebreather üben. Später kommen noch französische Feuerwehrtaucher - denen graust vor gar nichts. Der ganze Parkplatz ist jetzt voll.

Der Nebel hat jetzt aufgerissen - strahlend blauer Himmel. Beim Anziehen kommen wir fast ins Schwitzen. Mit leichter Ausrüstung (D10 + 1 x Stage) waten wir durch den knie- bis hüfttiefen Fluss zur Abtauchstelle. Die Sicht im Eingangsbereich ist sehr schlecht. Langsam tauchen wir los.

Die ersten 100m ist es recht trüb. Die großen Blöcke scheinen anders zu liegen, aber da trügt nur die Erinnerung. Die Führungsleine ist neu verlegt. Immer noch links unten - aber nicht mehr ganz so weit im Eck. Blind daran rauskommen ist aber schwierig wie ich am Ende des TG ausprobiert habe. Völlig ohne Gegenströmung gelangen wir zum 1. T. Es hängen eine Menge Cookies dran. Dann rechts den tiefen Gang hinter. Gerade war die Sicht noch sehr gut (15m), doch nach dem Abstieg ist's wieder trüb (3-5m). 2 Taucher kommen uns entgegen (Kreisel & Bonnex). Weiter geht's - am Kamin zum oberen Gang vorbei, dann am 2. T vorbei bis zum kleinen Schacht auf 380m. Genug fürs Erste - oben rum zurück. Im oberen Gang ist die Sicht durchwegs gut (10m). Zum Ende des TG noch ein paar Übungen und dann zurück waten.

Sonnen & Brotzeit lassen den Nachmittag verfliegen. Jetzt noch schnell nach Figeac zum Tanken und Einkaufen. Zuerst zum Intermarche´ - der hat eine gute Fleisch- und Wurstabteilung, aber keine große Käseauswahl, also noch zum Carrefour auf dem Rückweg nach Cajarc. Zum Abendessen Nudeln, Salat, Käse und Schinken.

Mi. 12. - Ressel

Bild, ohne Titel
Flusswanderung

Über Cajarc im dem Tal des Lot hängt der Nebel. Wir verlassen die Domaine gegen 10:30h. Der Weg hinten runter ist zwar gut geteert aber ein großer Umweg. Über die Hügel ins Tal der Celè reißt der Nebel auf und es ist strahlend blau. Die Temperatur steigt im Laufe des Tages auf 30°C.

An der Ressel wieder die Truppe aus GT. Heute auch Maren Isigkeit (PI) und Totti mit schwerstem Gerät und zwei kräftigen GUE Nachwuchstauchern (HVL) zum Support (sprich "schleppen"). Wir müssen selbst ran - Scooter und Stages wollen ins Wasser.

Nach kurzem Check brausen wir los. Die Sicht ist zunächst recht schlecht (3-5m) wird aber stellenweise gut (10m). Das Feeling ist einmalig. In wenigen Minuten brausen wir zum 1. T. den Gang runter, unten vor, 2.T. hoch oben zurück noch mal runter - irre!

Nach 50 Minuten noch Übungen am Ausstieg, so dass wenigstens 65 Minuten auf der Uhr stehen. Die Brotzeit an der Ressel verbringen wir hinterm Auto im Schatten. Den Kaffee dann auf der Terrasse in der Domaine. Zum Abendessen gibt's gebratene Nudeln mit Salat und Sauce arrabiata deluxe.


Do. 13. - Cabouy

Bild, ohne Titel
Cabouy - Waldmeister

Abfahrt 11:00h nach Couzou zur Cabouy (70km, 1:15h). Es ist warm und leicht bewölkt. Der Himmel ist dunstig und nicht mehr so strahlend blau.

An der Höhle wurde einiges umgebaut und eingezäunt. Leider kann man nicht mehr unten im Schatten parken. Nur noch ausladen und dann 50m hoch auf den Parkplatz. Dort ist Raum für 6-8 Fahrzeuge. In der Hochsaison sicher zu wenig!

Heute sind nur Mareen und Totti da. Später kommen noch 4 Schweizer (ZH). Die sind fix drinnen, draußen, fertig und weg.

Als Reisegas nehmen wir EAN 40, zur Reserve 100% O² und die gute Luft im Doppel. Die Scooter sind nur als Ballast gedacht. Moni will aus sportlichen Gründen lieber schwimmen. Der Teich hat wenig Wasser ist aber gut zu durchqueren. Das Becken ist erst sehr trübe - dann Richtung Höhleneingang wird es total "Waldmeister". Anscheinend haben die ein Markiermittel benutzt. Es sieht schaurig aus. In giftgrünen Schlieren tauchen wir ab. Erst nach 20m klart es auf. Die Sichtweiten sind jetzt gut (>10m). Langsam geht es auf 27m entlang. Der Höhlenquerschnitt ist riesig (ca. 8x10m). Die Wände sind sehr hell und zerklüftet. Am Boden etwas Sediment. Nach knapp 30 Minuten hab ich die Stage schon halb leer und es wird Zeit zum Umdrehen. Nach weiteren 15 Minuten sind wir zurück am Ausgang. Es ist noch etwas Gas übrig und so fahren mit den Scootern noch mal ein paar Meter rein und herum. Das Nitrox macht sich bezahlt. Ohne Deko gelangen wir in den Topf zum Austauchen zurück. Der Luftrechner zeigt 20 Minuten Deko die ich bei 1/2m Sicht gemütlich austauche.

Nach Brotzeit und Kaffee fahren wir durch die malerische Abendstimmung zurück. Unterwegs noch ein kleiner Halt bei dem Menhir von Belisac nahe Livernon. Die Steinplatte ist 3,5m hoch und sehr gleichmäßig 10cm dick und steht in einem exakten Neigungswinkel von 50° der Sonne entgegen. Naja - dann haben wir das auch gesehen.

Zurück in der Domaine das allabendliche Füllen und Kochen - Kartoffel mit Blumenkohl.

Fr. 14. - St.George

Bild, ohne Titel
Trou Madame

Wieder erst gegen 11:00h Abfahrt - wir sind einfach faul. Nach 70km erreichen wir gegen 12:30h die St. George bei Montvalent. Es ist total einsam. 2 Ponys und ein Esel sehen uns interessiert beim Zusammenbauen zu. Später kommen noch 2 Taucher aus Antwerpen.

Der Quelltopf hat ausreichend Wasser. Es ist aber recht trüb. Unser Ziel ist heute, das Abtauchen über die steile niedrige Schräge optimal hin zu bekommen. Auf 10m deponiere ich die O²-Stage. Mit einer EAN-32 und Pressluft im Rückengerät geht es sachte Meter für Meter abwärts. Bei 28m ist die Sohle erreicht. Die Sicht ist mies (2-3m) und sehr milchig. Der Gang hat jetzt einen Querschnitt von vielleicht 3x4m und steigt stetig wieder an. Eine Wandseite und der Boden sind mit einer dicken Schicht Lehm bedeckt. Die Sicht wird nicht besser. Nach 30 Minuten bei ca. 280m drehen wir wieder um. Der Aufstieg über die Schräge ist im Gegensatz zum Abstieg kinderleicht. Im Topf noch etwas ausgasen, ohne Deko (trotz Luft) beenden wir den TG.

Gestärkt durch Brotzeit und Kaffee fahren wir zum Wochenendeinkauf nach Gramat. Der neue Leclerc an der Schnellstraße nach Figeac ist riesengroß und hat eine tolle Auswahl.

Gegen 19:45h sind wir zurück im Quartier und kochen wieder mal Nudeln.


Sa. 15. - Ressel

Bild, ohne Titel
Menhir von Belisac

Neuer Rekord - Abfahrt 12:15h. Der Bäcker hat noch offen und so holen wir frisches Baguette. Ankunft an der Ressel gegen 13:00h - 3 Fahrzeuge aus IT und 1 FR sind da, später kommen die Belgier. Erst mal ausruhen und Mittag essen. Die Italiener unterhalten die Gegend mit lautem Palaver und Pink Floyd.

Heutiges Ziel - ordentlich scootern. Mit nur einer Stage und den D10 ziehen wir die Fahrzeuge durch die Celè. Drills im Eingang. Die Sicht auf den ersten 50m ist ziemlich mies (<3m). Wir schwimmen erst mal. Dann nach der "Galerie du blocks" (~70m) klart es auf und wir fahren los. Zum 1.T, dort den tieferen Gang hinter. Die Sicht ist teilweise sehr gut, insbesondere am T, im Abstieg, weiter hinten und den flachen Gang zurück. Im unteren Gang trübt es zeitweise wieder stark ein. Am 2. T. (360m) deponieren wir unsere "Schwimmhilfen" und machen den Rest bis zum Abstieg zur 1. Halle (430m) zu Fuß bzw. Flosse. Wir haben ausreichend Zeit uns um zu sehen. Durch das klare Wasser dringt der Lampenschein weit in alle Ecken.

Zurück zum 2.T - scooter aufnehmen und langsam oben zurück. Die Anstiege ohne Motor ganz langsam, dann in der Ebene wieder voll auf den Trigger (100m in 2:20h). Das letzte Stück ziehen mit nur einem Antrieb - es geht, ist aber noch verbesserungsbedürftig. Wieder über Tage steht das Schleifen und Schleppen an.

Jetzt habe wir Brotzeit und Kaffee verdient und genießen es ausgiebig. Zurück zum Basiscamp. Sportschau und Kochen - es gibt Bratkartoffel mit Schinken.

So. 16. - Cunhac

Bild, ohne Titel
Lot - übersetzen

Relativ zeitige Abfahrt 10:30h. Erster Zwischenhalt an der Lantouy. Der Quelltopf ist einigermaßen klar und hat etwas wenig Wasser. Tauchen scheint möglich.

Nächster Stopp an der Landenouse zur Besichtigung. Die linke Abfahrt zum Feld ist verbreitert. Dabei wurden 2-3 Stellplätze geschaffen. Der Fußweg zur Zisterne ist damit sehr kurz (20m) und eben - die Kletterei am schrägen Hang entfällt. Der Wasserstand ist ziemlich niedrig, ca. bei der Hälfte der unteren Leiterhälfte.

Weiter zur Cunhac (Ressel II). Parkplatz direkt am Einstieg, kein Mensch weit und breit. Das Tal liegt im Schatten und ist kühl. Der Lot fließt gemächlich dahin (ca. 1m/Min.). Mit einer Stage und der üblichen Grundausrüstung hängen wir uns an die Scooter. So ist die Flussüberquerung ein richtiger Spaß. Die Sichtweite im Fluss beträgt 3m, es sind viele Kleinfische, Barsche und Frösche zu sehen. Beim Höhleneingang am gegenüberliegenden Ufer wird es kalt und noch klarer. Schräg geht es über Kies hinab. Der Spalt ist 3m breit und <1m hoch. In der Höhle ist die Sicht ebenfalls relativ gut (>10m). Flach zwischen 9m und 3m geht es 200m weit im Zickzack hinein. Das Gestein ist sehr dunkel, gelber Lehm und Sand liegt am Boden. Dann kommt ein kleiner Abstieg und ein T (220m). Rechts entlang ist führt ein kleiner Seitengang wieder hoch und wahrscheinlich in einen kleinen Loop zurück. Links runter geht es schnell abwärts. Wir folgen noch für 20m bis 25m Tiefe und drehen dann um. Zum Ende des TG ein paar Übungen und dann zur Belohnung im Fluss herum brausen bis der Akku leer ist.

Nach der Brotzeit machen wir einen weiteren Abstecher 15km nach Westen zur Trou Madame. Das Bachbett hat ganz unten etwas Wasser, das einfach aus dem Boden kommt. Weiter oben ist das Bett vollkommen trocken. Wir steigen die 100m zum Eingang der Höhle hoch. Kein Wasser unter dem großen Bogen, also bücken wir uns und marschieren 50m hinein bis wir schließlich zur Abtauchmöglichkeit gelangen. Also auch hier - Tauchen möglich aber mühsam - außerdem kommen dann im Höhlenverlauf wohl bald Trockenstellen, die anstrengend zu überqueren sind.

Durch das in der Abendsonne besonders malerische Tal des Lot zurück nach Cajarc und zu unserem Quartier, Flaschen füllen und kochen: Schwammerl mit Ei.


Mo. 17. - Lantouy

Bild, ohne Titel
St.Sauveur - Erbsensuppe

Die große Schneiderfahrt. Abfahrt sensationell 10:15h. An der Ressel sind alle Parkplätze belegt. Macht nichts, wir wollen eh nach Norden. Kurz vor 12:00h erreichen wir das Pumpwerk an der Cabouy. Überdimensionale Wasserschläuche liegen über die Straße. Sie leiten in großem Rahmen Wasser von der Quelle in den Fluss um. Im Ententeich um den Höhleneingang haben sie noch viel mehr Kontrastmittel zugeführt. Es ist alles nur noch hässlich Waldmeister grün. Wir beschließen weiter zu ziehen - St. Saveur steht ja auch noch auf der Wunschliste.

Nach einer kleinen Mittagsmalzeit erreichen wir gegen 13:30h den Quelltopf im Wald. Der ganze Teich sieht aus wie Kunstrasen oder Erbsensuppe. Eine fast 1cm dicke Sicht grüner Algen bedeckt komplett den ganzen See. Auch darauf haben wir jetzt keine Lust und ziehen weiter zur Truffe.

Gegen 15:00h sind wir dort. Der Wasserspiegel ist tief - Oberkante des Einstiegs. Der Durchmesser der Wasserfläche im Trichter beträgt noch knapp 5m. Aber es ist überraschend klar. Na wenigstens hier gute Aussichten!

Wir ziehen ums um. Mit leichtem Gepäck - nur der Luft-Doppel-10 und der mittelgroßen Unterwasserkamera steigen wir frohgemut in den Schlund hinab. Ich tauche mit der Kamera voraus ab. Die ganze Dreckwolke hat sich mittlerweile vor den Eingang gelegt. Null Sicht, wieder zurück - Seil suchen. Dann fest die Leine in der Hand erneut abtauchen. Etwas Dunkles vor mir - das muss jetzt der Eingang sein. Runter, mit dem Bauch in den Kies. Die Flasche schrappt oben - Mist ist das eng. Wieder zurück und hoch. So geht's nicht, die Kamera bleibt draußen. Wir beratschlagen - ich probier es noch mal. 1/2m weiter links ist der Spalt höher, das scheint zu klappen, wieder zurück und Moni Bescheid geben wo es lang geht. Jetzt bin ich durch die Engstelle durch und in der 1.Kammer. Vor mir die 2. Verengung. Auch hier überall Kies und fast keine Sicht. Wieder klemmen Flasche und Bauch - Schiet! Schnauze voll, ich mag nicht mehr. Mühsam drehe ich mich und trete den Rückweg an. Moni ist grade halb durch als sich unsere Lampenscheine im Nebel treffen. Sie robbt zurück, ich robbe nach. Das war's mit der Truffe für heute. Da muss erst mal ein gescheiter Flow den ganzen Kies wieder raus blasen oder ich muss abnehmen!

Bei Brotzeit und Kaffee sinnieren wir über die verpassten Gelegenheiten - und dass es doch besser ist abzubrechen als was zu tun, was einem nicht behagt.

Gegen 18:30h sind wir zurück in Cajarc. Das reicht noch für einen kurzen Sprung in die Gouffre de Lantouy. Der Teich mit den Bäumen wirkt in der Dämmerung schon ganz magisch. Heute sind aber keine Esoteren und Hexen beim Baden - nur wir.

Im Eingangsbereich gibt es einige kleine Fische und 2 große Aale. Die Sicht beträgt ca. 5-8m. Wir tauchen langsam auf 25m ab und noch viel, viel langsamer wieder auf. Mit der Kamera auf einem Stativ machen wir ein paar Aufnahmen - so kommen wir doch immerhin noch auf 45 Minuten Tauchzeit. Draußen ist es mittlerweile so finster wie in der Höhle. Schnell packen wir den Krempel ins Auto und fahren das kurze Stück den Berg hoch zu unserem Domizil.

Schnell ausladen - es ist spät geworden heute… Kochen (Nudeln mit Ratatouille) und ab in die Falle!

Di. 18. - Ressel

Bild, ohne Titel
Salvagnac

Abfahrt 11:15h - Heimspiel an der Ressel. Als wir ankommen sind einige Tauchern da (FR, BE, CH, später CZ). Die meisten ziehen aber gerade von dannen.

Mit Scooter, Tx18/30 + Luft machen wir uns auf den Weg. Auf den ersten 50m beträgt die Sicht keine 3m - die Kurse hinterlassen Spuren. Bis zum 1.T (180m) und dann den tiefere Gang entlang brausen wir jetzt. Hier ist die Sicht gut und wird noch besser. Am 2. T. (370m) legen wir die Scooter ab und wechseln auf Tx. Waagrecht ca. 15m bis zum Abbruch - der Gang knickt nach rechts und bricht auf einer Länge von gut 20m nach unten weg (bei gleich hoher Decke). Die Lampen leuchten den langgezogenen Schacht aus. Unten schwarz-blau, im Lichtkegel teils türkis, die Wände hell gelb. Wir lassen uns von 20 auf 30m sinken. Jetzt wieder 50m flach links den Bogen lang. Dann stehen wir über der 1. Halle - gigantisch schön. Langsam schweben wir hinab, um die eigen Achsen drehend um alle Seiten zu begutachten. Bei 43m Tiefe und der 450m-Markierung ist Schluss für uns. Noch ein kurzer Blick in den leicht abwärts davonziehenden Gang und dann ganz-ganz langsam wieder hoch. 25 Minuten später wechseln wir am 2. T auf Luft zurück, spannen die Zugmaschinen ein und machen uns den oberen Gang lang Richtung Ausgang. Am Ende des TG wechsle ich noch auf die 2.Reservelampe - es wird Zeit die auszusondern - so eine Funzel.

Über Tage strahlt die Sonne und es hat 25°C. Das Hochschleppen ist wie immer der Preis des Vergnügens. Wir sitzen noch lange über dem Fluss bei Vesper und Kaffee und genießen die Erinnerung.

Auf der Rückfahrt noch ein paar Fotostopps - in Cajarc und Salvagnac. Dann heim Luft und Kalorien auffüllen. Es gibt heute Resteessen mit Gurkensalat.


Mi. 19. - Ausfall Wegen Regen überlegen wir einen Tag Stadtbesichtigung Gramat ein zu legen. Auf der Fahrt dorthin wird das Wetter immer besser und wir werden immer unsicherer ob wir nicht doch tauchen wollen.

Nach einer kurzen Brotzeit hat sich die Frage erübrigt. Die Praxis des Zahnarztes ist übrigens neben der Apotheke am Hauptplatz von Cajarc.

Do. 20. - Fahrtag 1. Etappe der Heimfahrt. Abfahrt 10:00h - Ankunft Beaune 17:30h.

Wir besichtigen die Altstadt und studieren die Karten und Preise der vielen Lokale. Die Wahl fällt auf ein günstigstes: Dame Tartine, Rue Nicolas Rolin Nr. 3, mit Spezialitäten aus Burgund. Auf Touristen ausgerichtet, sehr familiär und bodenständig - empfehlenswert!

Fr. 21. - nachhause 2. Etappe Abfahrt 9:15h - Ankunft Neuried 17:30h. Den Rest Der Strecke über Schwarzwald, Bodensee und Ravensburg - nachhause.

Sonstiges

Weitere Bilder gibt's bei den anderen Berichten (Links siehe oben).

Weitere Links

 © 1998..2017 - Monika Stephan & Helmut Hartmann, Neuried
zum Impressum