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Sharkwater - ein Beitrag zur Rettung der Haie
| Vorwort

Wallpaper | Dieser neue und bewegende Film läuft ab
10.April 2008 in deutschen Kinos. Es geht um die essentielle Bedrohung der Haie und damit des
gesamten
Meeres-Ökosystems durch Finning und kommerziellen Fischfang. Neben
beeindruckenden Unterwasseraufnahmen zeigt der Film den mühsamen und
teilweise sehr gefährlichen Kampf engagierter Umweltschützer gegen illegalen
aber auch teilweise auf Druck von Fischereilobby und zwielichtigen
Wirtschaftskreisen erlaubten, unkontrollierten und unverantwortlichen
Langleinen- und Netzfang von Haien.
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| Inhalt

Trailer
(WMV 320x240) Homepage
zum Film unter
www.sharkwater.de | Der Taucher und Unterwasserfilmer Rob
Stewart erzählt wie ihn Haie beim Tauchen faszinieren und bemerkt, wie merkwürdig
es doch ist, dass die Lebewesen, vor denen so viele Menschen größte Angst
haben, selbst so sehr von uns Menschen bedroht sind. Faszination: Tolle Aufnahmen
von Hammerhaischulen, Walhaien, spektakuläre Szenen mit dem weißer Hai,
Tigerhaien, Teppichhaie und anderen interessanten Meeresbewohnern wie Wale,
Delfine, Schildkröten und Seelöwen lassen das Taucherherz höher schlagen.
Angst: Es wird dargestellt wie Steven Spielbergs Film "Der
Weiße Hai" Ende der 70ziger Jahre den Nerv und die unterbewusste
Angst vieler Menschen traf. Dieser "Block-Buster" ging um die Welt und
verankerte die Horrorvorstellungen von der "Menschen fressenden Bestie
Hai" noch tiefer in weiten Kreisen der Bevölkerung. "Haijäger"
und "Sportangler",
die Haie fangen und töten, gelten vielerorts bis heute als Helden. Abschreckende Beispiele dieser
Spezies kommen im Film zu Wort.
Angst und Unwissenheit führen dazu, dass die meisten nicht tauchenden
Mitmenschen mit Kopfschütteln und völligem Unverständnis reagieren, wenn wir
von unserer Faszination bei Begegnungen mit Haien erzählen.
Fischerei: Als eine der Hauptbedrohungen für den Fortbestand der
Haie in den Weltmeeren wird die Rolle der kommerziellen Fischfangflotten
beschrieben. Teilweise durch gezielten Fang für Produkte, die mit völlig
unverfänglichen Namen in unsere Läden kommen, wie Seeaal oder
Schillerlocken und große Teile des britischen Nationalgerichts "fish'n chips".
Teilweise einfach als ungewollter Beifang in ihren riesigen Schleppnetzen
oder bei der Langleinenfischerei (siehe
Wikipedia und
WWF-Bericht).
Im Film wird auch eine Verbindung zur aktuellen Diskussion um "Treibhauseffekt
und Klimakatastrophe" hergestellt. Mit dem Verschwinden der Haie als
Spitze der Nahrungskette könnten Planktonfresser überhand nehmen und das für
den CO2 Abbau ernorm wichtige Plankton
dezimieren.
Finning: Als negativer Gipfel der Verfolgung der Haie wird das
Finning gezeigt. Bei dieser grausamen Technik werden die Haie gezielt,
meist mit Langleinen, gefangen und an Bord gezogen. Dann werden bei
lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten und der Körper zurück ins Wasser
geworfen. Da die Tiere sich nicht mehr fortbewegen können und damit die
Kiemen nicht mehr zum Atmen durchströmt werden, tritt der Tod durch
qualvolles Ersticken ein. Ursache hierfür ist die große Nachfrage in
asiatischen Ländern.
Aktionen: Als Rob mit eigenen Augen sieht wie Haie verstümmelt
oder abgeschlachtet werden, verändert das tiefgreifend sein Leben und er
beschließt sich aktiv dem Schutz der Haie zu widmen. Er begleitet
Paul
Watson auf dessen "Umweltschutz-Kampfschiff"
Sea Shepherd bei
Aktionen um Cocos und Galapagos.
Cocos Island, Costa Rica: Der vorgebliche Schutz der Haie im sich
sehr umweltbewusst gebenden Costa Rica wird unterlaufen durch illegal
operierende Fischkutter. Durch die taiwanesische "shark fin Mafia"
korrumpierte Politiker und Behördenvertreter dulden oder unterstützen das
Treiben. Besonders betroffen sind die 500 km westlich im Pazifik liegenden
Cocos Inseln, Treffplatz der weltweit größten Ansammlungen von Hammerhaien.
Mittlerweile zeigt der Kampf lokaler Umweltschutzorganisationen wie
PRETOMA und große Demonstrationen erste Erfolge.
Galapagos, Ecuador: Eigentlich besteht im Naturschutzgebiet der
Galapagosinseln ein mehrfach bekräftigtes Verbot des Langleinenfangs.
Widerstand der nationalen Fischereiverbände Ecuadors führten aber zur
zeitweiligen Aussetzung und Schwächung der Durchsetzung der Restriktionen.
Rob und Paul beteiligen sich an Aktionen von "Park-Rangern" der
Naturschutzbehörde gegen illegale Fangkutter.
Fortsetzung unten ...: Für Leute, die den Film noch ansehen
wollen, soll hier nicht die ganze spannende Geschichte verraten werden. Für
all diejenigen aber, die es nicht in den Film schaffen, gibt es zum
Weiterlesen unten weitere Details und Hintergründe.
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Kritik zum Film |
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sehr gute Unterwasseraufnahmen |
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wichtige Informationen |
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läst Schlagzeilen, wie die vom Langleinen-Fischen in Galapagos,
greifbar werden |
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Aktionen von Paul Watson mit der Sea Sheppard sind radikal und umstritten
aber wahrscheinlich brauchen essentielle Bedrohungen radikale
Antworten |
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dramatisch ausgemalte Krankheitsgeschichte um Blutvergiftung von
Rob,
eher für den Zuschauergeschmack aus Übersee |
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Werbung mit HD-digital führt zu falschen Erwartungen |
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| Wie bedrohen Haie uns? | Schätzungen gehen von
10 - 20 durch Haie getöteter Menschen pro Jahr aus.
Es gibt keine gefährlichen Haie nur gefährliche Situationen (Zitat
Erich Ritter):
- Unterwasserjagd wie Harpunieren - der Hai
registriert "sterbender Fisch"
- Neugier - Haie fressen Menschen nicht, aber ein "Probebiss" kann
natürlich tödlich sein
- schlechte Sichtverhältnisse, Enge, für das Tier bedrohliche
Situationen
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| aktuell | Ein Hai -
Angriff ? / Unfall erregte unlängst wieder weltweit Aufsehen. So titelte u.a.
die Süddeuten Zeitung am 16.April 2008 "Hai zerfleischt 16-jähigen
Australier". Ist damit wieder mal belegt, dass Haie Bestien sind, oder
was können wir lernen, wenn wir den Artikel genau lesen?
- der Surfer wurde 50m vom Strand entfernt in flachem Wasser attackiert
=> trübes Wasser, gefährliche Situation
- der Jugendliche wurde 2 mal gebissen
=> der Hai frisst keine Menschen
- sein Freund konnte ihn ans Ufer ziehen
=> obwohl Blut im Wasser war, haben die Haie nicht im Blutrausch alle
Menschen angegriffen
- pro Jahr gibt es in Australien 15 Vorfälle mit Haien, davon einen
mit tödlichem Ausgang
=> auf einem ganzen Kontinent, umgeben von Wasser, Surfern und Haien - 1
Toter pro Jahr!
- dieser eine Tote, so bedauerlich das für den einzelnen ist, schafft es
weltweit in die Medien
=> die Menschen wollen genau das lesen - überall und immer wieder!
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Was bedroht uns mehr? | Ungefähre Wahrscheinlichkeit für den Menschen getötet zu werden durch
Haie im Vergleich zu:
- Doppelt so viele Tote durch - herab fallende Kokosnuss
- x - Hundert mal so viele Tote durch - Hunde, Flusspferde, Elefanten
- x - Tausend mal so viele Tote durch - Baden, Schwimmen
- x - Millionen mal so viele Tote durch - Verkehr, Rauchen
Von den Haupttodesursachen in der westlichen Welt - Herz und
Kreislauferkrankungen, Bewegungsmangel, ungesunder Lebenswandel- , sowie in
Entwicklungsländern - Kriege, Hunger, Seuchen - ganz zu schweigen.
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| Was bedroht die Haie? | Schätzungen gehen von
100 Millionen durch Menschen getöteter Haie pro Jahr aus.
Im Film wurden folgende Hauptbedrohungen dargestellt:
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Kommerzieller Fischfang für Speisefisch in der westlichen Welt |
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Hohe Nachfrage nach Haiflossen und Haiprodukten in Asien |
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Mangel an Verständnis und Sympathie für die "Bestie Hai"
führt zu zuwenig Schutz |
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| Was können wir tun? | Horrorvorstellungen vom
Hai bekämpfen, Information verbreiten, aufklären
- Angst, Unwissenheit und Horrorvorstellungen über das Monster
„Hai“ bei unseren Mitmenschen tragen dazu bei, dass viel zu wenig
zum Schutz der Haie getan wird. Wir Taucher müssen aktiv gegen das
schlechte Image der Haie angehen. Widerlegt diese Vorurteile,
informiert, klärt auf
- andere Beteiligte der Taucherszene dazu bringen sich an der
Kampagne zu beteiligen
- Aufklärung in Medien und in die Köpfe unserer nichttauchenden Mitbürger
bringen
- sprecht mit Freunden und Kollegen über die Faszination der
Haie
- zeigt eure Unterwasserbilder, vermeidet dabei Begegnungen mit Haien als
dramatisch darzustellen (das sind sie wirklich nur sehr, sehr selten)
- wenn es zu Diskussion um "Unfälle" und "Angriffe" kommt, versucht zu
erklären, warum die Situation und nicht der Hai gefährlich war
- ...
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| | Unser Einfluss als Verbraucher
- als Konsument von Nahrungsmitteln
- macht Information über "falsche Namen" wie Seeaal und
Schillerlocken publik
- informiert welchen Fisch man bedenkenlos essen kann und welchen nicht
- Achtet auf Qualitätslabel (reines Marketing oder wirkliche
Kontrolle der QM-Standards?)
- Schaut mal beim China-Restaurant genauer auf die Speisekarte
- als Tourist
- besucht Reiseländer mit Anspruch "die Umwelt und natürlichen Grundlagen zu erhalten"
- erkundigt euch über die aktuelle Situation wichtiger
Hai-Destinationen wie Malediven, Mexiko
- Costa Rica, legt Wert auf Öko-Tourismus
- Ecuador - Galapagos, die Destination schlechthin für Natur
und Evolution...
- honoriert die Haltung von Ländern wie Südafrika, Madagaskar, Australien und USA,
die den Weißen
Hai unter Schutz gestellt gestellt haben
- bedenkt
"Käfigtauchen"
ist nur im Fernsehen Grusel-Tourismus und Nervenkitzel - richtig
durchgeführt ist es Naturkunde, Aufklärung und wichtiger
Wirtschaftszweig
- bevorzugt Tauchbasen, die sich aktiv für Umwelt- und
Artenschutz einsetzen
- zeigt Interesse und unterstützt lokale Projekte die Umwelt
und Ressourcen verträgliche Produktion und Erwerbsmöglichkeiten
zum Ziel haben
- ...
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Wandelt das Zitat aus Nemo: "Haie sind Freunde, nicht
Futter"
und bedenkt auch noch
- Fischer sind nicht "Feinde" oder "böse Menschen".
- Sie fangen und töten Fische und Haie für ihren Lebensunterhalt
und die Nachfrage am Markt.
- Wenn wir sie darin unterstützen können, ihren Beruf in einer
nachhaltigen und damit langfristig die Beständen erhaltenden Art und
Weise auszuüben, hilft das den Menschen und der Natur.
- Noch besser, wenn Tauch- und Naturtourismus wirtschaftliche
Alternativen schaffen, so dass die lokale Bevölkerung spürt
"ein lebender Hai ist wertvoller als ein toter".
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Details zum
InhaltHintergründe | Haifangwettbewerbe:
Noch heute gibt es in etlichen Länden regelmäßig, in den USA nahezu
wöchentlich, "Haifang Wettbewerbe" (Shark
Tournament). In diesen Veranstaltungen fühlen sich "Haijäger"
und "Sportangler" im Geist und Habitus der 70ger Jahre des letzten
Jahrtausends dazu berufen ihren Heldenmut zum Schutze der Allgemeinheit einzusetzen. In Volksfestatmosphäre werden die zur Strecke gebrachten "Monster"
Schauobjekte einer sensationslüsternen, voyeuristischen Menge. Angebliche
Verbesserungen oder Maßnahmen zum Schutz der Tiere wie "tag and relase"
(also fangen, messen und wieder freilassen) bringen wenig, weil auch hierbei die
Tiere oft schwer verletzt werden und bald nach dem Freilassen sterben. Begrenzungen, dass jedes Boot nur einen Hai
zur Wertung bringen darf, sind völlig sinnlos, weil niemand
verhindert, dass nur der jeweils größte zurück gebracht und alle anderen
vorher über Bord geworfen werden.
... Fischerei: Nachhaltige Produktion ("sustainable
food produktion") - kaum ein Mensch würde heute auf die Idee kommen, in
die Wälder zu gehen, einfach unkontrolliert Tiere zu fangen, zu töten und zu
vermarkten. Man hat hier erkannt, dass wenn man tierische Produkte und
Fleisch als Nahrungsmittel haben will, es ohne eine geordnete, kontrollierte
Tierproduktion mit Zucht, Hege und Pflege nicht geht.
Fisch in Farmen zu züchten und zu halten ist eine Möglichkeit. Dabei
gibt es jede Menge Folgeprobleme der
Massentierhaltung z.B. die Beschaffung des Futters (großer Bedarf
an tierischem Eiweiß),
die Notwendigkeit Krankheiten durch Antibiotika zu bekämpfen, und Auswirkung auf nahe lebende, wilde Artverwandte.
Alternativen sind Fangquoten, Schutzzonen, Regenerationszeiten,
Fangmoratorien für bedrohte Arten, Tierqual und Beifang vermeidende gezielte
Fangmethoden vorzuschreiben und natürlich das ganze weltweit wirkungsvoll zu
kontrollieren und Verstöße zu ahnden.
Viele Fischarten haben prinzipiell sehr hohe
Reproduktionsfähigkeiten. Bei manchen Arten legt ein Weibchen über 100.000 Eier. Die
Maßlosigkeit der industriell betriebenen Fischerei bedroht auch
viele dieser Arten. Durch Festlegen und Durchsetzen von angemessenen Fangquoten
könnten man das Aussterben verhindern und die Bestände langfristig
sichern.
Bei Haien, Rochen und Meeressäugetieren wie Wale und Delfine sieht es
aber leider ganz anders aus. Viele Haiarten werden erst im Alter von 10
bis 15 Jahren fortpflanzungsfähig und gebären dann einzelne wenige
Nachkommen pro Jahr. Bei einigen Arten erreichen nur noch wenige
Individuen das fortpflanzungsfähige Alter. Man muss davon
ausgehen, dass etliche Haiarten bereits so stark dezimiert sind, dass
die Reproduktion nicht mehr möglich ist und das Aussterben dieser Arten
damit praktisch jetzt schon besiegelt und unumkehrbar ist.
... Finning: Noch vor wenigen Jahren waren
Haifischflossensuppe oder Pseudoheilmittel aus Haiknorpel, die angeblich
Krebs verhindern, einer kleinen Oberschicht in asiatischen Staaten
(Schwerpunkt China und Taiwan) vorbehalten. Mit dem wachsenden Wohlstand der
chinesischen Mittelschicht gibt es mittlerweile eine stark gestiegene
Nachfrage nach diesen Produkten. Bei Preisen von mehreren hundert Dollar pro
Kilo getrocknete Flossen oder Knorpel boomt der legale und illegale Markt
weltweit. Mittlerweile ist in viele Ländern wie auch in der EU "finning"
zwar verboten, aber es fehlt an der wirksamen Durchsetzung, siehe
www.sharkalliance.org.
... Haimedizinprodukte: Obwohl nachgewiesenermaßen wirkungslos, nährt der Autor Dr. William
L. Lane seit Anfang der 90ziger Jahre die Hoffnung von Krebskranken mit
wissenschaftlich fragwürdigen Argumenten, siehe den Artikel "Der
Hai Kann den Krebs nicht besiegen" in der Zeitschrift mare und "Haiknorpel
gegen Krebs" einen Bericht auf SharkInfo.ch. Einer der
Hauptlieferanten solcher Produkte ist die in Puntarenas, Costa Rica, ansässige Firma ""Shark
Technology of Costa Rica".
... Aktionen: Rob begleitet
Paul
Watson auf dessen "Umweltschutz-Kampfschiff"
Sea Shepherd.
Paul, einer der ersten und aktivsten Kämpfer im Kampf um den Schutz von
Walen und anderen Meereslebewesen, war früher bei Greenpeace, trennte sich
1977, weil ihm die Aktionen dort zu wenig konsequent waren. Er achtet zwar
darauf keine Menschen zu verletzen, versenkt aber schon mal gerne den einen
oder anderen Walfangkutter.
Auf Einladung der Regierung wollten sie Aktionen zur Überwachung des
Verbots von Langleinenfang in den geschützten Gewässern Costa Ricas rund um
die Cocos Inseln durchführen.
Im Laufe der Operation stellen die Umweltschützer ein illegal
operierendes Schiff. Trotz mehrmaliger Aufforderung die Langleinen und das
Haifangen und Töten zu beenden, fahren die Fischer fort Haie einzuholen und
zu töten. Daraufhin setzen die Umweltschützer Wasserwerfer ein und drohen
den Kutter zu rammen. Nach Kapitulation der Besatzung wird das Fangschiff ins
Schlepptau genommen, um es am Festland den Behörden zu übergeben. Kurz vor
Einlaufen in den Hafen von Puntarernas wird die Sea Shepherd ihrerseits von der örtlichen
Behörden aufgebracht, die Besatzung verhaftet, das Schiff durchsucht um die
Filmaufnahmen zu beschlagnahmen. Der Besatzung sollte der Prozess gemacht
werden wegen Angriff auf das Fischerboot. Die Fischer blieben völlig
unbehelligt. Anscheinend hat die Fischereilobby beste Kontakte - es stinkt
förmlich nach Korruption.
Nachdem ihm Rechtsanwälte vor der drohenden Verurteilung durch
Geschworene warnen, entzieht sich Rob der Gerichtsverhandlung und flieht aus
Costa Rica. Ein paar Monate später kehrt er inkognito in die Hafenstadt
Puntarenas zurück, um Nachforschungen über die lokale "Haiflossen-Maffia"
anzustellen. Beeindruckende und beklemmende Aufnahmen von illegalen Anlandekais (nach den Gesetzen Cosa Ricas sind diese privaten, nicht
genehmigten Docks illegal, aber die Behörden vor Ort unternehmen nichts) und
der
Trocknung tausender Haiflossen auf Barackendächern entstehen dabei. Nicht nur während dieser
Aktion schweben Rob und seine Begleiter in großer Gefahr für Leib und Leben.
Als Teilerfolg im Kampf zum Schutz der Haie in Costa Rica kann
verzeichnet werden, dass die Menschen dort, in einem Land mit hohem
Bildungsniveau und breitem Interesse an Umweltschutzthemen und auch Ökotourismus,
sich in wirkungsvollen Protesten für die Umsetzung der bestehenden
Schutzvorschriften einsetzen,
siehe "March
Against Shark Finning and Privileges for Taiwanese Vessels in Costa Rica"
und PRETOMA:
Internacional Policy Aids Shark Conservation.
Galapagos, Ecuador: Schauplatzwechsel - Nachdem die Fischer
für die große Nachfrage in Asien die Seegurken-Bestände geplündert haben,
arbeitet ihre Lobby daran, den lukrativen Markt mit Haiflossen und
Haiprodukten zu öffnen. Zeitweilig war sogar das Langleinen-Fischen um
Galapagos erlaubt.
Inzwischen hat Ecuador die Erlaubnis der Langleinenfischerei um Galapagos widerrufen. Kritiker
behaupten aber, dass die Einschränkungen bei der Erlaubnisvergabe für
Safariboote, die entfernt gelegenen Inseln Wolf und Darwin anfahren zu
dürfen, damit
zusammen hängen, dass man Berichterstattung über Verstöße gegen das
Verbot und internationale Proteste verhindern will, um schlechtes Image zu vermeiden.
Die Beschränkungen für Wolf und Darwin könnten aber auch mit der
Ankündigung US-amerikanischer Reiseveranstalter zusammen hängen, die
dort mit Luxus-Kreuzfahrschiffen operieren wollen.
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Links | Weiterführende Informationen zum Thema im Netz unter:
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