Sharkwater

Sharkwater - ein Beitrag zur Rettung der Haie

Aktuell Der Regisseur Rob Stewart kam am 31. Januar 2017 im Alter von 37 Jahren bei Dreharbeiten zu seinem neusten Film leider ums Leben.
Vorwort

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Wallpaper

Dieser neue und bewegende Film läuft ab 10.April 2008 in deutschen Kinos.

Es geht um die essentielle Bedrohung der Haie und damit des gesamten Meeres-Ökosystems durch Finning und kommerziellen Fischfang. Neben beeindruckenden Unterwasseraufnahmen zeigt der Film den mühsamen und teilweise sehr gefährlichen Kampf engagierter Umweltschützer gegen illegalen aber auch teilweise auf Druck von Fischereilobby und zwielichtigen Wirtschaftskreisen erlaubten, unkontrollierten und unverantwortlichen Langleinen- und Netzfang von Haien.


Inhalt

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Trailer
(WMV 320x240)

Homepage
zum Film unter
www.sharkwater.de

Der Taucher und Unterwasserfilmer Rob Stewart erzählt wie ihn Haie beim Tauchen faszinieren und bemerkt, wie merkwürdig es doch ist, dass die Lebewesen, vor denen so viele Menschen größte Angst haben, selbst so sehr von uns Menschen bedroht sind.

Faszination: Tolle Aufnahmen von Hammerhaischulen, Walhaien, spektakuläre Szenen mit dem weißer Hai, Tigerhaien, Teppichhaie und anderen interessanten Meeresbewohnern wie Wale, Delfine, Schildkröten und Seelöwen lassen das Taucherherz höher schlagen.

Angst: Es wird dargestellt wie Steven Spielbergs Film "Der Weiße Hai" Ende der 70ziger Jahre den Nerv und die unterbewusste Angst vieler Menschen traf. Dieser "Block-Buster" ging um die Welt und verankerte die Horrorvorstellungen von der "Menschen fressenden Bestie Hai" noch tiefer in weiten Kreisen der Bevölkerung. "Haijäger" und "Sportangler", die Haie fangen und töten, gelten vielerorts bis heute als Helden. Abschreckende Beispiele dieser Spezies kommen im Film zu Wort.

Angst und Unwissenheit führen dazu, dass die meisten nicht tauchenden Mitmenschen mit Kopfschütteln und völligem Unverständnis reagieren, wenn wir von unserer Faszination bei Begegnungen mit Haien erzählen.

Fischerei: Als eine der Hauptbedrohungen für den Fortbestand der Haie in den Weltmeeren wird die Rolle der kommerziellen Fischfangflotten beschrieben. Teilweise durch gezielten Fang für Produkte, die mit völlig unverfänglichen Namen in unsere Läden kommen, wie Seeaal oder Schillerlocken und große Teile des britischen Nationalgerichts "fish'n chips". Teilweise einfach als ungewollter Beifang in ihren riesigen Schleppnetzen oder bei der Langleinenfischerei (siehe Wikipedia und WWF-Bericht).

Im Film wird auch eine Verbindung zur aktuellen Diskussion um "Treibhauseffekt und Klimakatastrophe" hergestellt. Mit dem Verschwinden der Haie als Spitze der Nahrungskette könnten Planktonfresser überhand nehmen und das für den CO2 Abbau ernorm wichtige Plankton dezimieren.

Finning: Als negativer Gipfel der Verfolgung der Haie wird das Finning gezeigt. Bei dieser grausamen Technik werden die Haie gezielt, meist mit Langleinen, gefangen und an Bord gezogen. Dann werden bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten und der Körper zurück ins Wasser geworfen. Da die Tiere sich nicht mehr fortbewegen können und damit die Kiemen nicht mehr zum Atmen durchströmt werden, tritt der Tod durch qualvolles Ersticken ein. Ursache hierfür ist die große Nachfrage in asiatischen Ländern.

Aktionen: Als Rob mit eigenen Augen sieht wie Haie verstümmelt oder abgeschlachtet werden, verändert das tiefgreifend sein Leben und er beschließt sich aktiv dem Schutz der Haie zu widmen. Er begleitet Paul Watson auf dessen "Umweltschutz-Kampfschiff" Sea Shepherd bei Aktionen um Cocos und Galapagos.

Cocos Island, Costa Rica: Der vorgebliche Schutz der Haie im sich sehr umweltbewusst gebenden Costa Rica wird unterlaufen durch illegal operierende Fischkutter. Durch die taiwanesische "shark fin Mafia" korrumpierte Politiker und Behördenvertreter dulden oder unterstützen das Treiben. Besonders betroffen sind die 500 km westlich im Pazifik liegenden Cocos Inseln, Treffplatz der weltweit größten Ansammlungen von Hammerhaien. Mittlerweile zeigt der Kampf lokaler Umweltschutzorganisationen wie PRETOMA und große Demonstrationen erste Erfolge.

Galapagos, Ecuador: Eigentlich besteht im Naturschutzgebiet der Galapagosinseln ein mehrfach bekräftigtes Verbot des Langleinenfangs. Widerstand der nationalen Fischereiverbände Ecuadors führten aber zur zeitweiligen Aussetzung und Schwächung der Durchsetzung der Restriktionen. Rob und Paul beteiligen sich an Aktionen von "Park-Rangern" der Naturschutzbehörde gegen illegale Fangkutter.

Fortsetzung unten ...: Für Leute, die den Film noch ansehen wollen, soll hier nicht die ganze spannende Geschichte verraten werden. Für all diejenigen aber, die es nicht in den Film schaffen, gibt es zum Weiterlesen unten weitere Details und Hintergründe.


Kritik zum Film
  • sehr gute Unterwasseraufnahmen
  • wichtige Informationen
  • läst Schlagzeilen, wie die vom Langleinen-Fischen in Galapagos, greifbar werden
  • Aktionen von Paul Watson mit der Sea Sheppard sind radikal und umstritten, aber wahrscheinlich brauchen essentielle Bedrohungen radikale Antworten
  • dramatisch ausgemalte Krankheitsgeschichte um Blutvergiftung von Rob, eher für den Zuschauergeschmack aus Übersee
  • Werbung mit HD-digital führt zu falschen Erwartungen

Wie bedrohen Haie uns?Schätzungen gehen von 10 - 20 durch Haie getöteter Menschen pro Jahr aus.
Es gibt keine gefährlichen Haie nur gefährliche Situationen (Zitat Erich Ritter):
  • Unterwasserjagd wie Harpunieren - der Hai registriert "sterbender Fisch"
  • Neugier - Haie fressen Menschen nicht, aber ein "Probebiss" kann natürlich tödlich sein
  • schlechte Sichtverhältnisse, Enge, für das Tier bedrohliche Situationen
aktuellEin Hai - Angriff ? / Unfall erregte unlängst wieder weltweit Aufsehen. So titelte u.a. die Süddeuten Zeitung am 16.April 2008 "Hai zerfleischt 16-jähigen Australier". Ist damit wieder mal belegt, dass Haie Bestien sind, oder was können wir lernen, wenn wir den Artikel genau lesen?
  • der Surfer wurde 50m vom Strand entfernt in flachem Wasser attackiert
    => trübes Wasser, gefährliche Situation
  • der Jugendliche wurde 2 mal gebissen
    => der Hai frisst keine Menschen
  • sein Freund konnte ihn ans Ufer ziehen
    => obwohl Blut im Wasser war, haben die Haie nicht im Blutrausch alle Menschen angegriffen
  • pro Jahr gibt es in Australien 15 Vorfälle mit Haien, davon einen mit tödlichem Ausgang
    => auf einem ganzen Kontinent, umgeben von Wasser, Surfern und Haien - 1 Toter pro Jahr!
  • dieser eine Tote, so bedauerlich das für den einzelnen ist, schafft es weltweit in die Medien
    => die Menschen wollen genau das lesen - überall und immer wieder!
Was bedroht uns mehr?Ungefähre Wahrscheinlichkeit für den Menschen getötet zu werden durch Haie im Vergleich zu:
  • Doppelt so viele Tote durch - herab fallende Kokosnuss
  • x - Hundert mal so viele Tote durch - Hunde, Flusspferde, Elefanten
  • x - Tausend mal so viele Tote durch - Baden, Schwimmen
  • x - Millionen mal so viele Tote durch - Verkehr, Rauchen

Von den Haupttodesursachen in der westlichen Welt - Herz und Kreislauferkrankungen, Bewegungsmangel, ungesunder Lebenswandel- , sowie in Entwicklungsländern - Kriege, Hunger, Seuchen - ganz zu schweigen.

Was bedroht die Haie?Schätzungen gehen von 100 Millionen durch Menschen getöteter Haie pro Jahr aus.
Im Film wurden folgende Hauptbedrohungen dargestellt:
  • Kommerzieller Fischfang für Speisefisch in der westlichen Welt
  • Hohe Nachfrage nach Haiflossen und Haiprodukten in Asien
  • Mangel an Verständnis und Sympathie für die "Bestie Hai"führt zu zuwenig Schutz

Was können wir tun?Horrorvorstellungen vom Hai bekämpfen, Information verbreiten, aufklären
  • Angst, Unwissenheit und Horrorvorstellungen über das Monster „Hai“ bei unseren Mitmenschen tragen dazu bei, dass viel zu wenig zum Schutz der Haie getan wird. Wir Taucher müssen aktiv gegen das schlechte Image der Haie angehen. Widerlegt diese Vorurteile, informiert, klärt auf  
  • andere Beteiligte der Taucherszene dazu bringen sich an der Kampagne zu beteiligen
  • Aufklärung in Medien und in die Köpfe unserer nichttauchenden Mitbürger bringen
    • sprecht mit Freunden und Kollegen über die Faszination der Haie
    • zeigt eure Unterwasserbilder, vermeidet dabei Begegnungen mit Haien als dramatisch darzustellen (das sind sie wirklich nur sehr, sehr selten)
    • wenn es zu Diskussion um "Unfälle" und "Angriffe" kommt, versucht zu erklären, warum die Situation und nicht der Hai gefährlich war
  • ...
 Unser Einfluss als Verbraucher
  • als Konsument von Nahrungsmitteln
    • macht Information über "falsche Namen" wie Seeaal und Schillerlocken publik
    • informiert welchen Fisch man bedenkenlos essen kann und welchen nicht
    • Achtet auf Qualitätslabel (reines Marketing oder wirkliche Kontrolle der QM-Standards?)
    • Schaut mal beim China-Restaurant genauer auf die Speisekarte
  • als Tourist
    • besucht Reiseländer mit Anspruch "die Umwelt und natürlichen Grundlagen zu erhalten"
    • erkundigt euch über die aktuelle Situation wichtiger Hai-Destinationen wie Malediven, Mexiko
    • Costa Rica, legt Wert auf Öko-Tourismus
    • Ecuador - Galapagos, die Destination schlechthin für Natur und Evolution...
    • honoriert die Haltung von Ländern wie Südafrika, Madagaskar, Australien und USA, die den Weißen Hai unter Schutz gestellt gestellt haben
    • bedenkt "Käfigtauchen" ist nur im Fernsehen Grusel-Tourismus und Nervenkitzel - richtig durchgeführt ist es Naturkunde, Aufklärung und wichtiger Wirtschaftszweig
    • bevorzugt Tauchbasen, die sich aktiv für Umwelt- und Artenschutz einsetzen
    • zeigt Interesse und unterstützt lokale Projekte die Umwelt und Ressourcen verträgliche Produktion und Erwerbsmöglichkeiten zum Ziel haben
  • ...
 

Wandelt das Zitat aus Nemo: "Haie sind Freunde, nicht Futter"

und bedenkt auch noch

  • Fischer sind nicht "Feinde" oder "böse Menschen".
  • Sie fangen und töten Fische und Haie für ihren Lebensunterhalt und die Nachfrage am Markt.
  • Wenn wir sie darin unterstützen können, ihren Beruf in einer nachhaltigen und damit langfristig die Beständen erhaltenden Art und Weise auszuüben, hilft das den Menschen und der Natur.
  • Noch besser, wenn Tauch- und Naturtourismus wirtschaftliche Alternativen schaffen, so dass die lokale Bevölkerung spürt "ein lebender Hai ist wertvoller als ein toter".

Details zum
Inhalt

Hintergründe

Haifangwettbewerbe: Noch heute gibt es in etlichen Länden regelmäßig, in den USA nahezu wöchentlich, "Haifang Wettbewerbe" (Shark Tournament). In diesen Veranstaltungen fühlen sich "Haijäger" und "Sportangler" im Geist und Habitus der 70ger Jahre des letzten Jahrtausends dazu berufen ihren Heldenmut zum Schutze der Allgemeinheit einzusetzen. In Volksfestatmosphäre werden die zur Strecke gebrachten "Monster" Schauobjekte einer sensationslüsternen, voyeuristischen Menge.

Angebliche Verbesserungen oder Maßnahmen zum Schutz der Tiere wie "tag and relase" (also fangen, messen und wieder freilassen) bringen wenig, weil auch hierbei die Tiere oft schwer verletzt werden und bald nach dem Freilassen sterben. Begrenzungen, dass jedes Boot nur einen Hai zur Wertung bringen darf, sind völlig sinnlos, weil niemand verhindert, dass nur der jeweils größte zurück gebracht und alle anderen vorher über Bord geworfen werden.

... Fischerei: Nachhaltige Produktion ("sustainable food produktion") - kaum ein Mensch würde heute auf die Idee kommen, in die Wälder zu gehen, einfach unkontrolliert Tiere zu fangen, zu töten und zu vermarkten. Man hat hier erkannt, dass wenn man tierische Produkte und Fleisch als Nahrungsmittel haben will, es ohne eine geordnete, kontrollierte Tierproduktion mit Zucht, Hege und Pflege nicht geht.

Fisch in Farmen zu züchten und zu halten ist eine Möglichkeit. Dabei gibt es jede Menge Folgeprobleme der Massentierhaltung z.B.  die Beschaffung des Futters (großer Bedarf an tierischem Eiweiß), die Notwendigkeit Krankheiten durch Antibiotika zu bekämpfen, und Auswirkung auf nahe lebende, wilde Artverwandte.

Alternativen sind Fangquoten, Schutzzonen, Regenerationszeiten, Fangmoratorien für bedrohte Arten, Tierqual und Beifang vermeidende gezielte Fangmethoden vorzuschreiben und natürlich das ganze weltweit wirkungsvoll zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden.

Viele Fischarten haben prinzipiell sehr hohe Reproduktionsfähigkeiten. Bei manchen Arten legt ein Weibchen über 100.000 Eier. Die Maßlosigkeit der industriell betriebenen Fischerei bedroht auch  viele dieser Arten. Durch Festlegen und Durchsetzen von angemessenen Fangquoten könnten man das Aussterben verhindern und die Bestände langfristig sichern.

Bei Haien, Rochen und Meeressäugetieren wie Wale und Delfine sieht es aber leider ganz anders aus. Viele Haiarten werden erst im Alter von 10 bis 15 Jahren fortpflanzungsfähig und gebären dann einzelne wenige Nachkommen pro Jahr. Bei einigen Arten erreichen nur noch wenige Individuen das fortpflanzungsfähige Alter. Man muss davon ausgehen, dass etliche Haiarten bereits so stark dezimiert sind, dass die Reproduktion nicht mehr möglich ist und das Aussterben dieser Arten damit praktisch jetzt schon besiegelt und unumkehrbar ist.

... Finning: Noch vor wenigen Jahren waren Haifischflossensuppe oder Pseudoheilmittel aus Haiknorpel, die angeblich Krebs verhindern, einer kleinen Oberschicht in asiatischen Staaten (Schwerpunkt China und Taiwan) vorbehalten. Mit dem wachsenden Wohlstand der chinesischen Mittelschicht gibt es mittlerweile eine stark gestiegene Nachfrage nach diesen Produkten. Bei Preisen von mehreren hundert Dollar pro Kilo getrocknete Flossen oder Knorpel boomt der legale und illegale Markt weltweit. Mittlerweile ist in viele Ländern wie auch in der EU "finning" zwar verboten, aber es fehlt an der wirksamen Durchsetzung, siehe www.sharkalliance.org.

... Haimedizinprodukte: Obwohl nachgewiesenermaßen wirkungslos, nährt der Autor Dr. William L. Lane seit Anfang der 90ziger Jahre die Hoffnung von Krebskranken mit wissenschaftlich fragwürdigen Argumenten, siehe den Artikel "Der Hai Kann den Krebs nicht besiegen" in der Zeitschrift mare und "Haiknorpel gegen Krebs" einen Bericht auf SharkInfo.ch. Einer der Hauptlieferanten solcher Produkte ist die in Puntarenas, Costa Rica, ansässige Firma ""Shark Technology of Costa Rica".

... Aktionen: Rob begleitet Paul Watson auf dessen "Umweltschutz-Kampfschiff" Sea Shepherd. Paul, einer der ersten und aktivsten Kämpfer im Kampf um den Schutz von Walen und anderen Meereslebewesen, war früher bei Greenpeace, trennte sich 1977, weil ihm die Aktionen dort zu wenig konsequent waren. Er achtet zwar darauf keine Menschen zu verletzen, versenkt aber schon mal gerne den einen oder anderen Walfangkutter.

Auf Einladung der Regierung wollten sie Aktionen zur Überwachung des Verbots von Langleinenfang in den geschützten Gewässern Costa Ricas rund um die Cocos Inseln durchführen.

Im Laufe der Operation stellen die Umweltschützer ein illegal operierendes Schiff. Trotz mehrmaliger Aufforderung die Langleinen und das Haifangen und Töten zu beenden, fahren die Fischer fort Haie einzuholen und zu töten. Daraufhin setzen die Umweltschützer Wasserwerfer ein und drohen den Kutter zu rammen. Nach Kapitulation der Besatzung wird das Fangschiff ins Schlepptau genommen, um es am Festland den Behörden zu übergeben. Kurz vor Einlaufen in den Hafen von Puntarernas wird die Sea Shepherd ihrerseits von der örtlichen Behörden aufgebracht, die Besatzung verhaftet, das Schiff durchsucht um die Filmaufnahmen zu beschlagnahmen. Der Besatzung sollte der Prozess gemacht werden wegen Angriff auf das Fischerboot. Die Fischer blieben völlig unbehelligt. Anscheinend hat die Fischereilobby beste Kontakte - es stinkt förmlich nach Korruption.

Nachdem ihm Rechtsanwälte vor der drohenden Verurteilung durch Geschworene warnen, entzieht sich Rob der Gerichtsverhandlung und flieht aus Costa Rica. Ein paar Monate später kehrt er inkognito in die Hafenstadt Puntarenas zurück, um Nachforschungen über die lokale "Haiflossen-Maffia" anzustellen. Beeindruckende und beklemmende Aufnahmen von illegalen Anlandekais (nach den Gesetzen Cosa Ricas sind diese privaten, nicht genehmigten Docks illegal, aber die Behörden vor Ort unternehmen nichts) und der Trocknung tausender Haiflossen auf Barackendächern entstehen dabei. Nicht nur während dieser Aktion schweben Rob und seine Begleiter in großer Gefahr für Leib und Leben.

Als Teilerfolg im Kampf zum Schutz der Haie in Costa Rica kann verzeichnet werden, dass die Menschen dort, in einem Land mit hohem Bildungsniveau und breitem Interesse an Umweltschutzthemen und auch Ökotourismus, sich in wirkungsvollen Protesten für die Umsetzung der bestehenden Schutzvorschriften einsetzen, siehe "March Against Shark Finning and Privileges for Taiwanese Vessels in Costa Rica" und PRETOMA: Internacional Policy Aids Shark Conservation.

Galapagos, Ecuador: Schauplatzwechsel - Nachdem die Fischer für die große Nachfrage in Asien die Seegurken-Bestände geplündert haben, arbeitet ihre Lobby daran, den lukrativen Markt mit Haiflossen und Haiprodukten zu öffnen. Zeitweilig war sogar das Langleinen-Fischen um Galapagos erlaubt.

Inzwischen hat Ecuador die Erlaubnis der Langleinenfischerei um Galapagos widerrufen. Kritiker behaupten aber, dass die Einschränkungen bei der Erlaubnisvergabe für Safariboote, die entfernt gelegenen Inseln Wolf und Darwin anfahren zu dürfen, damit zusammen hängen, dass man Berichterstattung über Verstöße gegen das Verbot und internationale Proteste verhindern will, um schlechtes Image zu vermeiden. Die Beschränkungen für Wolf und Darwin könnten aber auch mit der Ankündigung US-amerikanischer Reiseveranstalter zusammen hängen, die dort mit Luxus-Kreuzfahrschiffen operieren wollen.


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